Wähle die Anker Solarbank 3 E2700 Pro, wenn du viel Modulfläche, späteren Ausbau bis 16 kWh und gut belegte Daten willst. Wähle den Zendure SolarFlow 800 Pro 2, wenn du kompakt und günstiger starten kannst und fehlende Herstellerangaben akzeptierst. Bei beiden gilt: Einspeisung bei 800 W lassen.
Inhalt
- Die Empfehlung nach Nutzertyp
- Die Gegenüberstellung in der Tabelle
- Unterschied 1: Kapazität und Ausbau
- Unterschied 2: PV-Eingang und Modulplanung
- Unterschied 3: Ausgangsleistung, Notstrom und die 800-Watt-Grenze
- Unterschied 4: App, Smart Meter und offene Schnittstellen
- Unterschied 5: Datenlage, Garantie und Preisklasse
- Gilt für beide: Anmeldung und Anschluss mit Speicher
- Der Entscheidungsbaum: Wenn …, dann …
- Die beiden Speicher im Überblick
- Häufige Fragen
Die Empfehlung nach Nutzertyp
Beide Geräte sind Speicher mit eigenem Wechselrichter, die du per Steckdose ans Hausnetz bringst und mit Modulen füllst. Sie sind keine Komplettsets: Module, Halterung und Kabel kommen je nach Angebot dazu. Der Vergleich ordnet die beiden Geräte ein, soweit die Hersteller Daten nennen. Wo sie schweigen, steht „k. A.“. Die Zuordnung nach Nutzertyp:
- Familien und Haushalte mit hohem Abendverbrauch: Anker. Die Kapazität startet bei 2,688 kWh und wächst laut Hersteller mit Zusatzakkus bis 16 kWh.
- Haushalte mit Teilverschattung oder zwei Ausrichtungen: Anker, weil die Herstellerseite vier MPPT-Eingänge mit genauen Spannungs- und Stromwerten nennt. Zendure nennt „MPPT 2640W (4 × 660W)“ nur als Variantenbezeichnung im Shop.
- Einsteiger mit kleinem Budget und Abendbedarf um 2 kWh: Zendure ist die Einsteiger-Preisklasse im Vergleich. Der Preis dafür sind fehlende Datenblattwerte.
- Wer auf dokumentierte Garantie achtet: Anker nennt 10 Jahre. Bei Zendure finden wir keine Garantiedauer für das Gerät selbst.
- Wer lokale Steuerung ohne Cloud will: Keines der beiden ist belegt. Frag vor dem Kauf beim Hersteller nach.
Die Gegenüberstellung in der Tabelle
Die Angaben stammen von den Herstellerseiten und dem Angebotstitel. Ein Hinweis zur Anker-Seite: Die Spezifikationstabelle nennt das Modell nicht namentlich, die Werte (2.688 Wh, 1.800 W Einzelgerät, FAQ zum E2700 Pro) passen aber zu diesem Gerät. Wir haben keines der beiden Geräte selbst in Betrieb genommen.
| Merkmal | Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro | Zendure SolarFlow 800 Pro 2 |
|---|---|---|
| Kapazität Grundgerät | 2,688 kWh (2.688 Wh) | 1,92 kWh (1.920 Wh) |
| Erweiterung | bis zu 5 Zusatzakkus, bis 16 kWh | 1 × Zusatzakku AB2000L, 3,84 kWh gesamt laut Shop |
| Zellchemie | LFP laut Marketingtext, die Tabelle nennt „Li-Ionen“ | k. A. |
| Zyklen | bis 6.000, danach 70 % Restkapazität | k. A. |
| PV-Eingang | 4 MPPT, bis 3.600 W, 16–60 V, je 32 A | „MPPT 2640W (4 × 660W)“ laut Variantenname, Spannung und Strom k. A. |
| AC-Ausgang netzgekoppelt | 800 W angegeben; Datenblatt nennt bis 1.200 W | 800 W laut Amazon-Titel; Spitze 1.400 W für 200 ms laut Zendure-Shop |
| Notstrom | Off-Grid-Ausgang bis 1.200 W | Off-Grid-Steckdose bis 1.000 W laut Zendure-Support |
| Schutzart, Gewicht, Maße | IP65, 29,2 kg, 460 × 254 × 279 mm | k. A. |
| Garantie | 10 Jahre | für das Gerät k. A. |
| Zertifikate | laut Shop-Seite: NA-Schutz-Zertifikat (VDE), CE-LVD, CE-EMV | k. A. |
| Smart Meter | Anker Smart Meter, Shelly 3EM und Pro 3EM | Zendure 3CT-S oder Variante mit D0-Zähler |
| Lokale Schnittstelle | laut Produktseite nicht angegeben | für dieses Modell nicht belegt |
| Preisklasse | mittleres Segment | Einsteiger |
| Angebot | Zum Angebot* | Zum Angebot* |
Die Preisklassen sind unsere Einordnung nach den Angeboten zum Zeitpunkt der Recherche, kein Preisversprechen. Ohne Module und je nach Variante kann der Lieferumfang abweichen; prüfe im Angebot, ob Halterung, Kabel und Smart Meter dabei sind.
Unterschied 1: Kapazität und Ausbau
Die Anker Solarbank 3 E2700 Pro speichert laut Hersteller 2,688 kWh (105 Ah bei 25,6 V). Du kannst bis zu fünf Erweiterungsakkus aufstecken, das ergibt maximal 16 kWh. Der Erweiterungsakku BP2700 passt, der ältere BP1600 laut Anker ebenfalls; die E1600-Solarbank ist dagegen nicht erweiterbar und lässt sich nicht parallel betreiben. Anker verlangt, das Gerät mit mindestens einem BP2700 zu verbinden, wenn du erweitern willst. Die Lebensdauer gibt Anker mit bis zu 15 Jahren an, die Zyklenzahl mit bis zu 6.000 bei 70 Prozent Restkapazität.
Der Zendure SolarFlow 800 Pro 2 hat laut Hersteller 1,92 kWh. Als Erweiterung führt der Shop einen Zusatzakku AB2000L, mit dem das System insgesamt 3,84 kWh erreicht. Ob weitere Zusatzakkus möglich sind, nennt die Seite nicht. Die Kompatibilitätsliste des AB2000L nennt unter anderem den SolarFlow 800, den Pro 2 aber nicht ausdrücklich, obwohl der Shop die Kombination als Variante anbietet. Zellchemie und Zyklen fehlen (k. A.).
Welche Kapazität du brauchst, hängt von deinem Abendverbrauch ab, nicht von der Zahl auf der Verpackung. Grob gilt: Grundlast in Watt mal Stunden ohne Sonne ergibt die benötigte Energie, bei 150 W über 11 Stunden rund 1,65 kWh. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nennt als Faustformel etwa 1 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Beide Geräte decken diese Größenordnung ab. Mehr Spielraum nach oben hat der Anker. Wie sich ein Speicher überhaupt rechnet, zeigt der Beitrag Lohnt sich ein Speicher?.
Unterschied 2: PV-Eingang und Modulplanung
Anker nennt für die Solarbank 3 E2700 Pro vier MPPT-Eingänge. Ein MPPT-Eingang (Maximum Power Point Tracker) holt aus jedem Modulstrang die maximale Leistung heraus. Mit vier Eingängen kannst du Module mit unterschiedlicher Ausrichtung getrennt führen. Die Herstellerseite gibt bis zu 3.600 W Eingangsleistung an, einen Spannungsbereich von 16 bis 60 V und 32 A je Eingang. Bis zu acht Module lassen sich laut Anker anschließen.
Bei Zendure steht im Shop „MPPT 2640W (4 × 660W)“ in der Variantenbezeichnung. Spannungsbereich, Strom je Eingang und die Einordnung als Dauerwert fehlen. Dazu bietet der Shop Bundles mit zwei oder vier bifazialen Modulen und mit Smart Meter. Wer Module einzeln kauft, muss selbst prüfen, ob Spannung und Strom zum Gerät passen. Frage dazu beim Hersteller nach dem Datenblatt.
Wichtig für die Planung: Der technische PV-Eingang ist nur die Obergrenze des Geräts, nicht dein Rahmen. Für Steckersolargeräte liegt die gesetzliche Grenze bei 2.000 Wp Modulleistung, bei 800 VA Wechselrichterleistung. Mit Schuko-Stecker sind nach DIN VDE V 0126-95 insgesamt 960 Wp zulässig, darüber nur mit Einspeisesteckdose durch eine Elektrofachkraft. Mehr als 2.000 Wp an einem Speicher sind keine Steckersolaranlage mehr. Was zur Steckdose passt, erklärt der Beitrag Schuko oder Wieland.
Unterschied 3: Ausgangsleistung, Notstrom und die 800-Watt-Grenze
Hier lohnt der genaue Blick, denn bei beiden Geräten liegt die Hardware über 800 W, und die Herstellerseiten sind nicht einheitlich. Wir kennzeichnen deshalb offen, was belegt ist.
- Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro: Eine Produktseite nennt „800 W netzgekoppelter AC-Ausgang“. Die Spezifikationstabelle der anderen Herstellerseite nennt eine maximale Ausgangsleistung von 1.200 W und führt 800 W nur als deutsche Grenze für die vereinfachten Regeln. Ob sich der Netzausgang in der App verstellen lässt, steht auf keiner der Seiten (k. A.).
- Zendure SolarFlow 800 Pro 2: Der Amazon-Titel nennt „800W AC-Leistung“. Der Shop erwähnt eine „Spitzenleistung 1400 W (200 ms)“, ohne zu sagen, ob sie den AC-Ausgang betrifft. Dauerleistung, VA-Wert und App-Einstellbarkeit nennt Zendure nicht (k. A.).
Die Bundesnetzagentur stellt in ihren FAQ klar: Wenn sich die Wechselrichterleistung per Schalter oder Software unterschiedlich hoch wählen lässt, zählt die höchste wählbare Leistung, nicht die gerade eingestellte. Als Beispiel nennt sie ein Gerät mit 900 VA maximal wählbarer Leistung, für das die Sonderregeln für Steckersolargeräte nicht gelten, auch wenn es zunächst auf 600 VA gedrosselt ist. Softwareseitig hochstellbare Geräte empfehlen wir deshalb nicht. Stelle bei beiden Speichern die Einspeisung nicht über 800 W, und nutze keine Einstellung, die die Grenze umgeht. Im Zweifel klärt der Hersteller, bis zu welchem Wert die App überhaupt Einstellungen zulässt.
Beim Notstrom liegen die Geräte nah beieinander. Anker beschreibt den Off-Grid-Ausgang mit bis zu 1.200 W, wobei der On-Grid-Ausgang bei Netzausfall ohne Funktion bleibt. Zendure schreibt im Support, das Gerät speise bei Stromausfall gemäß EU-Sicherheitsvorschriften nicht ins Netz, die Off-Grid-Steckdose liefere aber bis zu 1.000 W. Eine Umschaltzeit nennt keiner der beiden. Das ist eine Steckdose für Router, Kühlschrank oder Licht, keine Hausversorgung. Wie Notstrom bei Speichern im Allgemeinen funktioniert, steht in der Übersicht Speicher mit Notstrom.
Einspeisung auf 800 W belassen
Stelle die Ausgangsleistung deines Speichers nicht über 800 W. Das Gerät gilt sonst nicht mehr als Steckersolargerät, und die vereinfachte Anmeldung entfällt. Anschluss und Einspeisesteckdose gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.
Unterschied 4: App, Smart Meter und offene Schnittstellen
Beide Speicher laufen über eine App und regeln den Ausgang am besten mit einem Messgerät, das deinen Hausverbrauch erfasst. Ein Smart Meter hilft dem Speicher, nur so viel einzuspeisen, wie du gerade brauchst. Anker nennt als Messgeräte den eigenen Smart Meter sowie Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM; andere Zähler lassen sich laut Seite nicht mit der App verbinden. Zendure bietet den Zähler 3CT-S und eine Variante mit D0-Zähler an, jeweils mit „3 s Reaktion“ und 1 W Präzision laut Shop. Eine Anbindung an Shelly nennt Zendure auf den geprüften Seiten nicht (k. A.). Mehr zur Messtechnik steht unter Strommessung mit Shelly und Smart Meter.
Bei der Cloud sind die Aussagen unterschiedlich dicht. Anker beschreibt Cloud-Dienste von AWS und Azure für die „Anker Intelligence“ und OTA-Updates; eine lokale API nennt die Produktseite nicht. Zendure veröffentlicht auf GitHub ein SDK mit lokaler HTTP-Schnittstelle und MQTT-Anbindung, das auch den Weg zu Home Assistant beschreibt. In der Geräteliste stehen aber ältere SolarFlow-Modelle, das SolarFlow 800 Pro 2 fehlt, die Liste vermerkt „More coming soon“. Für das Pro 2 ist lokale Steuerung damit nicht belegt.
Für deine Entscheidung bedeutet das: Wer Wert auf offene Schnittstellen legt, sollte bei beiden Herstellern nachfragen, bevor er kauft. Was bei einem Ausfall der Herstellerserver passiert, geht aus keiner der geprüften Seiten hervor.
Unterschied 5: Datenlage, Garantie und Preisklasse
Anker liefert die vollständigere Dokumentation: Gewicht, Maße, Schutzart, Betriebstemperatur von −20 bis 55 °C, Zertifikate und eine Garantie von 10 Jahren. Zur Zertifikatslage: Die Shop-Seite listet Downloads für CE-LVD (Prüfung nach IEC 62109), CE-EMV und ein Zertifikat für den NA-Schutz (VDE). Die Spezifikationsseite weist CE-, VDE- oder TÜV-Zertifikate für das Gerät dagegen nicht aus; lies deshalb die Dokumente im Shop selbst nach. Dazu kommt ein Widerspruch in den Installationshinweisen: Die Seite spricht von Plug-and-Play und zugleich von der Mitwirkung einer Elektrofachkraft beim Netzanschluss.
Bei Zendure fehlen Gewicht, Maße, Schutzart, Zellchemie, Zyklen, Garantiedauer und Zertifikate auf den abgerufenen Seiten. Die auf zendure.de genannten 15 beziehungsweise 12 Jahre beziehen sich auf Solarmodule. Zendure verweist für die Garantie auf eine eigene Warranty Policy. Das heißt nicht, dass die Angaben nicht existieren, sondern dass wir sie nicht belegen können. Fordere vor dem Kauf das Datenblatt und die Garantiebedingungen an.
Bei der Preisklasse liegt der Zendure im Einsteigerbereich, der Anker im mittleren Segment. Ein Teil des Unterschieds erklärt sich durch Kapazität und PV-Eingang. Schließe daraus nicht auf Qualität. Die Entscheidung hängt davon ab, ob dir die höhere Dokumentationsdichte und der Ausbau den Aufpreis wert sind.
Gilt für beide: Anmeldung und Anschluss mit Speicher
Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 gilt laut ADAC und Verbraucherzentrale nicht für den Betrieb in Kombination mit Stromspeichern. Die Verbraucherzentrale schreibt, eine vereinfachte Anmeldung sei für Speicher noch nicht möglich: Ein zugelassener Elektriker müsse den Speicher beim Netzbetreiber anmelden und anschließen. Die zitierte Seite trägt einen Stand vom März, prüfe deshalb den aktuellen Stand bei deinem Netzbetreiber. Zusätzlich registrierst du Speicher im Marktstammdatenregister. Die Schritte erklärt der Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden.
Der Entscheidungsbaum: Wenn …, dann …
- Wenn du später auf mehr als 3,84 kWh ausbauen möchtest, dann nimm die Anker Solarbank, die laut Hersteller bis 16 kWh wächst.
- Wenn du mit rund 2 kWh klein anfangen und den Einstieg günstig halten willst, dann ist der Zendure SolarFlow 800 Pro 2 eine Option, solange du fehlende Herstellerangaben akzeptierst.
- Wenn dir ein belegtes Datenblatt mit Maßen, Schutzart und Zertifikaten wichtig ist, dann wähle Anker.
- Wenn du bereits einen Shelly 3EM oder Pro 3EM besitzt, dann nennt Anker die Kompatibilität ausdrücklich.
- Wenn du die Zendure-Module als Bundle direkt im Shop mitkaufen willst, dann schau dir die Bundles beim Hersteller an, denn dort sind Module und Zähler als Varianten wählbar.
- Wenn du lokale Steuerung ohne Cloud brauchst, dann frage bei beiden Herstellern vor dem Kauf nach, denn für das Zendure Pro 2 ist die lokale API nicht belegt und Anker nennt keine.
- Wenn du Notstrom für Router und Kühlschrank willst, dann passen beide, mit bis zu 1.200 W bei Anker und bis zu 1.000 W bei Zendure.
- Wenn du die Einspeisung nur auf 800 W begrenzt betreiben willst, dann stelle das bei beiden Geräten sicher und ändere es nicht.
Die beiden Speicher im Überblick
Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro
Die Solarbank 3 E2700 Pro ist ein Speicher mit integriertem Wechselrichter, vier MPPT-Eingängen und Notstrom-Ausgang. Laut Hersteller wiegt sie 29,2 kg, ist nach IP65 geschützt und arbeitet zwischen −20 und 55 °C. Die Montage ist wegen des Gewichts ein Zweipersonen-Job. Anker SOLIX gehört zu Anker Innovations (Netherlands) B.V. in Rotterdam; mehr zur Marke steht unter Anker SOLIX und im Einzelbericht Anker SOLIX Solarbank.
Im Alltag passt das Gerät, wenn du tagsüber Überschuss erzeugst und abends Grundlast decken willst. Ob Module zum Angebot gehören, steht im Angebot selbst: Wir behandeln das Angebot als Speicher ohne Module. Das aktuelle Angebot siehst du über die Solarbank 3 E2700 Pro bei Amazon*.

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro
Gut dokumentierter Speicher mit viel Ausbauspielraum und Notstrom-Ausgang.
Ideal für: Haushalte mit hohem Abendverbrauch und Ausbauplänen
- Ausbau bis 16 kWh
- Vier MPPT-Eingänge bis 3.600 W
- 10 Jahre Garantie laut Hersteller
- Cloud-Anbindung, lokale API nicht genannt
- Hardware-Ausgang bis 1.200 W, Einspeisung bei 800 W halten
- 29,2 kg Gewicht
Zendure SolarFlow 800 Pro 2
Der SolarFlow 800 Pro 2 ist ein Speicher mit 1,92 kWh, einem AC-Ausgang von 800 W laut Angebotstitel und einer Off-Grid-Steckdose. Laut Zendure ist er kleiner und leichter als der Vorgänger SolarFlow 800 Pro, konkrete Maße und Gewicht nennt die Seite nicht. Zendure bietet den Speicher im Shop mit Zusatzakku, bifazialen Modulen und Smart Meter als Varianten an.
Das Gerät passt, wenn du klein und günstig beginnen willst und bereit bist, Datenblatt und Garantiebedingungen vor dem Kauf einzufordern. Das Angebot behandeln wir wie beim Anker als Speicher ohne Module. Mehr zur Reihe steht im Einzelbericht Zendure SolarFlow; das Angebot findest du über den SolarFlow 800 Pro 2 bei Amazon*.

Zendure SolarFlow 800 Pro 2
Günstiger Einstieg, bei dem du das Datenblatt selbst einfordern solltest.
Ideal für: Haushalte, die klein starten und später aufstocken wollen
- Einsteiger-Preisklasse im Vergleich
- Notstrom-Steckdose bis 1.000 W
- Zusatzakku und Smart Meter als Varianten
- Garantie, Zellchemie und Maße nicht genannt
- Dauerleistung am AC-Ausgang nicht angegeben
- Lokale API für das Modell nicht belegt
Häufige Fragen
Welcher Speicher ist besser, Anker SOLIX oder Zendure?
Das hängt von deinem Ziel ab. Die Anker Solarbank 3 E2700 Pro bietet laut Hersteller mehr Kapazität, mehr PV-Eingang und eine dokumentierte Garantie von 10 Jahren. Der Zendure SolarFlow 800 Pro 2 liegt in der Einsteiger-Preisklasse, nennt aber viele Werte nicht. Ein allgemeiner Sieger lässt sich daher nicht belegen.
Haben beide Speicher einen eigenen Wechselrichter?
Bei Anker ja: Die Solarbank 3 E2700 Pro hat einen integrierten Wechselrichter mit netzgekoppeltem Ausgang. Beim Zendure SolarFlow 800 Pro 2 nennt der Amazon-Titel eine AC-Leistung von 800 W und der Shop eine Off-Grid-Steckdose. Die Bauart beschreibt Zendure nicht ausdrücklich. Prüfe das im Datenblatt des Angebots.
Darf ich die Ausgangsleistung über 800 Watt einstellen?
Nein. Die Einspeisung ist für Steckersolargeräte auf 800 VA begrenzt. Nach Angabe der Bundesnetzagentur zählt bei einstellbarer Leistung die höchste wählbare Leistung. Die Hardware beider Geräte kann mehr als 800 W, die Herstellerseiten nennen aber keine App-Einstellung dafür. Stelle die Einspeisung bei 800 W ein und ändere sie nicht.
Wie lange gilt die Garantie?
Anker nennt für die Solarbank 3 E2700 Pro 10 Jahre Garantie, daneben 15 Jahre Produktlebensdauer, die keine Garantiezusage sind. Für den Zendure SolarFlow 800 Pro 2 finden wir auf den geprüften Seiten keine Garantiedauer für das Gerät. Die genannten Jahre beziehen sich auf Solarmodule. Fordere die Bedingungen vor dem Kauf an.
Kann ich beide mit einem Shelly oder Smart Meter nutzen?
Anker nennt neben dem eigenen Smart Meter ausdrücklich Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM. Zendure bietet eigene Zähler an, den 3CT-S und eine Variante mit D0-Zähler. Eine Shelly-Anbindung nennt Zendure auf den geprüften Seiten nicht. Welcher Zähler zu deiner Installation passt, klärt im Zweifel eine Elektrofachkraft.
Muss ein Elektriker den Speicher anmelden und anschließen?
Laut Verbraucherzentrale muss ein zugelassener Elektriker einen Speicher beim Netzbetreiber anmelden und anschließen, eine vereinfachte Anmeldung gibt es für Speicher noch nicht. Anker selbst nennt auf der Produktseite sowohl Plug-and-Play als auch eine Elektrofachkraft. Kläre das vor dem Kauf mit deinem Netzbetreiber, denn die Regeln können sich ändern.
Fazit: Anker SOLIX oder Zendure?
Die Anker Solarbank 3 E2700 Pro ist die bessere Wahl, wenn du Ausbau bis 16 kWh, vier gut dokumentierte MPPT-Eingänge und eine belegte Garantie von 10 Jahren willst. Der Zendure SolarFlow 800 Pro 2 passt zum günstigen, kompakten Einstieg, wenn du fehlende Herstellerangaben selbst nachforderst. Stelle bei beiden die Einspeisung nicht über 800 W und lass den Anschluss von einer Elektrofachkraft prüfen. Weitere Modelle ordnet die Bestenliste der Balkonkraftwerk-Speicher ein.
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