Speicher

Balkonkraftwerk-Speicher mit Notstrom im Vergleich

Notstromsteckdose, Inselbetrieb, Ersatzstrom fürs Haus: Was Speicher bei Stromausfall leisten und was die Hersteller belegen.

Redaktion Balkonkraftwerk-HeroAktualisiert am 15. Oktober 202616 Min. Lesezeit

Redaktion Balkonkraftwerk-HeroAktualisiert am 15. Oktober 2026So vergleichen wirUnabhängig · keine gekauften Platzierungen

Speicher mit Notstromfunktion haben eine eigene Steckdose, die bei Stromausfall einzelne Geräte versorgt; das Haus bleibt dunkel. Ersatzstrom für das ganze Haus ist Sache einer Elektrofachkraft. Unsere Empfehlung ist der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro mit Off-Grid-Steckdose für 1.200 W laut Hersteller.

Inhalt
  1. Welcher Speicher fürs Balkonkraftwerk liefert Notstrom?
  2. Kennzahlen: Worauf es bei Notstrom ankommt
  3. Speicher mit Notstrom im Vergleich: Tabelle
  4. Rechtliches und Anmeldung: Was bei Speichern gilt
  5. Unser Fazit zu Speichern mit Notstrom
  6. Häufige Fragen

Welcher Speicher fürs Balkonkraftwerk liefert Notstrom?

Ein normales Balkonkraftwerk liefert bei Stromausfall nichts. Die Verbraucherzentrale schreibt es ausdrücklich: Der Wechselrichter braucht die Verbindung zum Stromnetz, um zu arbeiten. Ein Steckersolargerät kannst du bei Stromausfall deshalb nicht nutzen, selbst wenn die Sonne scheint. Eine Notstromfunktion bringt erst ein Speicher mit. Die Verbraucherzentrale beschreibt, dass die meisten aktuell angebotenen Speicher für Steckersolargeräte bei Stromausfall als Notstromquelle dienen können. Dafür haben sie eine eigene Steckdose, an die du Geräte anschließt. Es wird nicht das ganze Haus versorgt, sondern nur diese Steckdose.

Unsere Empfehlung ist der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro. Er ist unter den fünf Produkten dieser Seite das mit den klarsten Herstellerangaben: Anker nennt eine Off-Grid-Steckdose mit 1.200 W, LFP-Zellen, 2.688 Wh Kapazität und 10 Jahre Garantie. Dahinter kommen der EcoFlow STREAM Ultra X für große Kapazitäten, der Solakon ONE mit Heizung und der XORO ATLAS mit dem höchsten angegebenen Notstrom-Ausgang. Der XORO hat allerdings einen Haken, den wir unten erklären: Seine Ausgangsleistung ist laut Hersteller umstellbar. Als Alternative zeigen wir eine Powerstation, die nicht ins Hausnetz einspeist.

Wir haben keine Umschaltzeit gemessen und keinen Stromausfall nachgestellt. Alle Notstrom-Angaben stammen von den Herstellern; wo sie fehlen, steht „k. A.“. Mehr zur Einordnung der Speicher insgesamt bietet die Seite Balkonkraftwerk-Speicher.

Notstromsteckdose oder Ersatzstrom fürs Haus?

Das ist die wichtigste Unterscheidung dieser Seite. Eine Notstromsteckdose ist eine zusätzliche Steckdose am Speicher. Bei Netzausfall schaltet das Gerät auf Batteriebetrieb um, und du steckst einzelne Verbraucher ein: Lampen, einen Router, ein Ladegerät. Das ist ein Zusatz des Geräts und bedarf keiner Änderung der Hausinstallation.

Ersatzstrom fürs Haus bedeutet dagegen, dass die Hausverteilung bei Netzausfall vom öffentlichen Netz getrennt und aus der Batterie versorgt wird, damit Steckdosen und feste Verbraucher im Haus weiterlaufen. Das verändert die Elektroinstallation. Es betrifft Netztrennung, Umschaltung und Absicherung und ist ausschließlich Aufgabe einer Elektrofachkraft nach den Anschlussregeln und den Vorgaben deines Netzbetreibers. Der VDE FNN verweist für Speicher am Niederspannungsnetz auf die Anwendungsregeln VDE-AR-N 4100 und 4105 sowie einen eigenen Hinweis zu Anschluss- und Betriebskonzepten. Wir geben dazu keine Anleitung. Ein Speicher mit Notstromsteckdose versorgt dagegen nur diese Steckdose, nicht das ganze Haus.

Kein Ersatzstrom fürs Haus in Eigenarbeit

Schließe weder Speicher noch Powerstation an feste Hausleitungen an und baue keine eigene Umschaltung. Ersatzstrom fürs Haus plant und installiert nur eine Elektrofachkraft, abgestimmt mit dem Netzbetreiber.

Warum schaltet ein Balkonkraftwerk bei Stromausfall ab? Der NA-Schutz

Jeder Wechselrichter, der am öffentlichen Netz arbeitet, hat einen Netz- und Anlagenschutz, kurz NA-Schutz. Er überwacht Spannung und Frequenz des Netzes und trennt das Gerät, wenn sie abweichen oder das Netz ausfällt. Der Sinn: Ein Stromausfall im Netz soll nicht dadurch aufrechterhalten werden, dass dein Balkonkraftwerk Spannung zurückspeist. Genau deshalb produziert ein Steckersolargerät bei Netzausfall keinen Strom. Hersteller weisen die Funktion teils als Zertifikat aus: Solakon listet für den Marstek-Wechselrichter ein NA-Schutz-Zertifikat, XORO führt ein „Zertifikat Netz- und Anlagenschutz“ in den Downloads und nennt für den ATLAS VDE-AR-N 4105.

Ein Speicher mit Notstrom löst das, indem er die Notstromsteckdose vom Netz trennt. Der netzgekoppelte Teil schaltet ab, der Notstrom-Ausgang läuft im Inselbetrieb. Inselbetrieb bedeutet, dass ein Stromkreis ohne Verbindung zum öffentlichen Netz arbeitet. Die Verbraucherzentrale nennt das so: Diese Modelle können in den sogenannten Inselbetrieb umgeschaltet werden und mit den Modulen sogar wieder aufgeladen werden. Eine Inselanlage ohne jeden Netzanschluss ist etwas anderes, zum Beispiel ein Gartenhaus oder Camping mit Batterie und anderem Wechselrichter.

Balkonkraftwerk notstromfähig machen: Geht das?

Nicht durch Umbau. Ein vorhandener Mikrowechselrichter kann nicht „notstromfähig“ gemacht werden, er braucht das Netz. Die Möglichkeiten sind drei: Du ergänzt einen Speicher mit Notstromsteckdose (Anker, EcoFlow, Solakon, XORO), du nutzt eine Powerstation neben dem Balkonkraftwerk oder du lässt einen Ersatzstrom-Aufbau von einer Elektrofachkraft planen. Für die ersten beiden brauchst du keine Änderung der Hausinstallation. Beachte aber, dass Speicher eigene Anmelde- und Anschlussregeln haben (siehe unten). Wie du einen Speicher in ein bestehendes Set integrierst, erklärt die Seite Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten.

Kennzahlen: Worauf es bei Notstrom ankommt

Ein Datenblatt nennt viele Zahlen. Für den Notstrom zählen fünf.

  • Dauerleistung der Notstromsteckdose. Sie sagt, wie viele Geräte gleichzeitig laufen. Die Hersteller nennen für die Produkte hier 1.200 W (Anker, EcoFlow, Solakon), 2.400 W (XORO und Powerstation).
  • Umschaltzeit. Sie sagt, ob Geräte kurz ausfallen. XORO nennt maximal 10 ms. Solakon schreibt „in Sekundenschnelle“ und zugleich „unterbrechungsfrei“; beides passt nicht ohne Weiteres zusammen. Anker und der STREAM Ultra X nennen keine Zeit. Wenn ein Gerät ohne Unterbrechung laufen muss, frage beim Hersteller nach.
  • Kapazität und nutzbare Energie. Nenn- und nutzbare Kapazität weichen ab. XORO nennt beim ATLAS-F rund 6,48 bis 6,84 kWh nutzbar bei 7,2 kWh Nennwert.
  • Laden im Ausfall. Ob der Speicher sich bei Netzausfall über die Module nachlädt, ist Herstellersache. EcoFlow schreibt, dass Geräte „Akku- oder Solarstrom“ nutzen; Anker schreibt, dass nur gespeicherte Akkuenergie zur Verfügung steht. Das ist ein echter Unterschied bei mehrtägigen Ausfällen.
  • Frost und Aufstellort. Entladen und Laden haben Temperaturgrenzen. Solakon nennt für den ONE −20 bis +55 °C mit Heizung, EcoFlow für den Ultra X −20 bis 55 °C. Ein Aufstellort im Freien braucht die Schutzart (IP65 bei Anker, EcoFlow, Solakon und XORO).

Wie lange läuft die Notstromsteckdose? Eine Beispielrechnung

Die Laufzeit ergibt sich aus Energie geteilt durch Leistung. Die Tabelle rechnet mit dem Nennwert der Kapazität und ohne Verluste. In der Praxis ist die Zeit kürzer, weil Wandlerverluste, Entladetiefe und Temperatur Energie kosten. Sie dient nur der Größenordnung.

Speicher (Nennkapazität)Last 100 WLast 300 WLast 1.000 W
Solakon ONE (2,11 kWh)rund 21 Stundenrund 7 Stundenrund 2,1 Stunden
Anker E2700 Pro (2,688 kWh)rund 27 Stundenrund 9 Stundenrund 2,7 Stunden
EcoFlow STREAM Ultra X (3,84 kWh)rund 38 Stundenrund 13 Stundenrund 3,8 Stunden
XORO ATLAS-F (7,2 kWh)rund 72 Stundenrund 24 Stundenrund 7,2 Stunden
EcoFlow DELTA 3 Max (2,048 kWh)rund 20 Stundenrund 7 Stundenrund 2,0 Stunden

Die Tabelle zeigt, wie stark die Last die Laufzeit bestimmt. Ein einzelner Router und eine Lampe kommen mit einem Bruchteil der Energie aus, die ein Heizlüfter oder Wasserkocher in Minuten verbraucht. Prüfe auf dem Typenschild deiner Geräte die Leistung und den Anlaufstrom, bevor du sie an die Notstromsteckdose hängst. Für eine Einordnung, ob sich ein Speicher auch ohne Notstrom lohnt, hilft die Seite Lohnt sich ein Balkonkraftwerk-Speicher?

Speicher mit Notstrom im Vergleich: Tabelle

Die Angaben stammen von den Herstellern. „k. A.“ heißt: Die Herstellerseite nennt den Wert nicht. Die Spalte zur Ausgangsleistung kennzeichnet, was die Hersteller zur Einspeisung belegen und ob eine Einstellung über 800 W beschrieben ist. Eine solche Einstellung ist für ein Steckersolargerät nicht zulässig; wir empfehlen sie nicht und beschreiben keinen Weg dorthin.

ModellKapazitätNotstrom-Ausgang laut HerstellerUmschaltzeitNetzgekoppelte Leistung / über 800 W einstellbar?ZellchemieGarantie laut HerstellerKaufen
Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro2,688 kWh, bis 16 kWh erweiterbarOff-Grid-Steckdose 1.200 Wk. A.Hardware bis 1.200 W AC; Begrenzung auf 800 W auf der Produktseite nicht genannt; App-Einstellung nicht beschriebenLFP10 JahreZum Angebot*
EcoFlow STREAM Ultra X3,84 kWh, bis 23 kWh erweiterbarAC-Ausgang 1.200 W (Geräte bis 2.300 W im Parallelbetrieb zweier Einheiten)k. A.800 W netzgekoppelt laut EcoFlow; Einstellung über 800 W nicht beschriebenAuf der Seite nicht genannt (STREAM Ultra, Pro, Max: LFP)10 JahreZum Angebot*
Solakon ONE2,11 kWh, bis 12,66 kWh erweiterbarEPS-Steckdose bis 1.200 W„in Sekundenschnelle“, zugleich „unterbrechungsfrei“Standardausgang 800 W; App passt die Standardausgangsleistung an, Bereich nicht genanntLFP10 JahreZum Angebot*
XORO SOLAR ATLAS-F7,2 kWh, bis 12 kWh erweiterbarBackup-Steckdose 2.400 W (3.200 W für 0,2 s)max. 10 msAb Werk auf 800 W begrenzt; laut Hersteller auf 800 W oder 2.400 W konfigurierbarLiFePO4k. A.Zum Angebot*
EcoFlow DELTA 3 Max (Powerstation)2,048 kWh, nicht erweiterbarAC 2.400 W, 3.200 W mit X-Boostunter 10 ms laut SerienangabeSpeist laut EcoFlow nicht ins Hausnetz einLFP3 Jahre, plus 2 Jahre nach RegistrierungZum Angebot*

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

Der E2700 Pro ist ein All-in-One-Speicher mit Wechselrichter. Laut Anker hat er 2.688 Wh Nennenergie mit LFP-Zellen, ist mit Erweiterungsakkus auf bis zu 16 kWh ausbaubar, wiegt 29,2 kg (460 × 254 × 279 mm), ist nach IP65 geschützt und trägt 10 Jahre Qualitätsgarantie. Vier MPPT-Eingänge verarbeiten bis zu 3.600 W Solarleistung. Für den Notstrom nennt Anker eine Off-Grid-Wechselstromsteckdose mit 1.200 W; außerdem einen Bypass-Ausgang mit 2.000 W. Eine Ersatzstromeinspeisung in das gesamte Hausnetz erwähnt die Seite nicht. Eine Umschaltzeit nennt sie nicht, und zu den Bedingungen steht dort nur, dass nur gespeicherte Akkuenergie zur Verfügung steht.

Zur Ausgangsleistung: Anker gibt einen maximalen netzgekoppelten AC-Ausgang von 1.200 W an. Die Produktseite erwähnt die deutsche 800-W-Grenze nur als Richtwert für Ausnahmeregeln und beschreibt keine einstellbare Begrenzung in der App. Für ein Steckersolargerät gelten 800 VA; wir bewerten den Speicher bei 800 W Einspeisung und raten, die Einstellung nicht zu ändern. Zum Gerät gehört die Seite Anker SOLIX Solarbank.

Unsere EmpfehlungAnzeige
Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

2,688 kWh

Am besten belegte Notstromsteckdose der Liste, aber ohne Angabe zur Umschaltzeit.

Ideal für: Wer eine dokumentierte Notstromsteckdose mit ausbaufähigem Speicher sucht

  • Off-Grid-Steckdose mit 1.200 W laut Anker
  • LFP-Zellen, 10 Jahre Garantie, IP65
  • Bis 16 kWh erweiterbar
  • Vier MPPT-Eingänge
  • Umschaltzeit nicht angegeben
  • Nur gespeicherte Akkuenergie bei Ausfall laut Anker
  • 29,2 kg schwer
  • AC-Hardware größer als 800 W
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EcoFlow STREAM Ultra X

Der STREAM Ultra X bietet laut EcoFlow 3,84 kWh, erweiterbar auf bis zu 23 kWh mit höchstens sechs Geräten pro System, 6.000 Zyklen bis 70 Prozent Restkapazität, 10 Jahre Garantie, 38,8 kg Gewicht und IP65. Der PV-Eingang liegt bei 2.000 W (4 × 500 W) mit vier MPPT. Zum Notstrom schreibt EcoFlow: Bei einem Netzausfall stoppt das System die Einspeisung automatisch, Geräte können direkt an die AC-Steckdosen angeschlossen werden und nutzen Akku- oder Solarstrom. Der AC-Ausgang beträgt 1.200 W, EcoFlow nennt zusätzlich Geräte bis 2.300 W im Parallelbetrieb zweier Einheiten. Eine Umschaltzeit steht nicht auf der Seite, auch die Zellchemie nennt sie beim Ultra X nicht (für STREAM Ultra, Pro und Max nennt EcoFlow LFP). Der STREAM Max, die kleinere Variante, hat laut EcoFlow keine Notstromfunktion, Ultra und Pro haben sie.

Zur Einspeisung: EcoFlow nennt 800 W für den netzgekoppelten AC-Ausgang und beschreibt keine Einstellung darüber. Überschüsse können ins Netz gehen, wenn der Einspeiseschutzschalter in der App deaktiviert ist; das betrifft die Nullspeisung, nicht die Obergrenze. Mehr zur Reihe: EcoFlow STREAM.

Für große KapazitätAnzeige
EcoFlow STREAM Ultra X

EcoFlow STREAM Ultra X

3,84 kWh

Viel Kapazität und Ausbau, die Notstromdetails sind aber dünner als beim Anker.

Ideal für: Haushalte mit vier Modulen und Wunsch nach viel Speicher

  • 3,84 kWh, bis 23 kWh erweiterbar
  • AC-Steckdosen mit 1.200 W im Ausfall
  • 4 MPPT mit insgesamt 2.000 W PV-Eingang
  • 10 Jahre Garantie laut Seite
  • Umschaltzeit nicht angegeben
  • Zellchemie auf der Seite nicht genannt
  • 38,8 kg schwer
  • AC-Hardware größer als 800 W
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Solakon ONE

Der Solakon ONE ist ein All-in-One-Gerät aus Akku, Wechselrichter und Steuerung. Laut Solakon hat die Basis 2,11 kWh und wächst mit bis zu fünf Zusatzeinheiten auf 12,66 kWh. Die Zellen sind LFP, die Zyklenzahl liegt bei bis zu 8.000 Zyklen bis 70 Prozent Kapazität, die Garantie beträgt 10 Jahre, die Schutzart IP65, der Betriebsbereich −20 bis +55 °C mit integrierter Heizung. Vier MPPT-Eingänge verarbeiten bis zu 2.600 W; dazu kommen bis zu 1.200 W Ladung aus dem Netz, insgesamt 3.800 W. Ein Gewicht nennt die Seite nicht.

Zum Notstrom schreibt Solakon: Das Gerät erkenne Ausfälle oder starke Spannungsschwankungen und schalte „in Sekundenschnelle“ in den Notbetrieb. Über die EPS-Steckdose versorge es Geräte wie Lampen oder einen WLAN-Router mit bis zu 1.200 W, die Seite nennt das „unterbrechungsfrei“. Beides zusammen ist widersprüchlich: Sekunden sind keine unterbrechungsfreie Umschaltung. Eine konkrete Zeit nennt Solakon nicht, deshalb gilt für Geräte mit Anforderung an eine lückenlose Versorgung: beim Hersteller nachfragen. Zur Ausgangsleistung: Der Standardausgang beträgt 800 W; die App kann diese Standardausgangsleistung anpassen, einen Bereich nennt die Seite nicht. Wir bewerten bei 800 W. Details zur Reihe: Solakon ONE.

Mit HeizungAnzeige
Solakon ONE

Solakon ONE

2,11 kWh

Gute Zusatzfunktionen, aber die Notstrom-Umschaltung bleibt unklar beschrieben.

Ideal für: Wer Notstrom und Betrieb bei Frost zusammen sucht

  • EPS-Steckdose bis 1.200 W laut Solakon
  • Heizung, −20 bis +55 °C Betriebsbereich
  • Bis 8.000 Zyklen, 10 Jahre Garantie
  • Vier MPPT-Eingänge
  • Umschaltung nur als „in Sekundenschnelle“ beschrieben
  • Gewicht k. A.
  • Standardausgangsleistung per App anpassbar
  • Notstrom laut Hersteller vor dem Kauf nachfragen
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XORO SOLAR ATLAS-E und ATLAS-F

XORO bietet die ATLAS-Reihe als AC-gekoppelte Speicher an, also ohne Eingriff in den vorhandenen Solar-Wechselrichter. Der ATLAS-E hat 4,8 kWh, der ATLAS-F 7,2 kWh; beide lassen sich laut Hersteller mit bis zu fünf Erweiterungsakkus SPB 246X auf 12 kWh ausbauen. Die Zellen sind LiFePO4, der ATLAS-E wiegt 62,5 kg (inklusive Wechselrichter und zwei Akkus), der ATLAS-F 87,5 kg. Die Schutzart beträgt IP65, die Betriebstemperatur reicht bis −20 °C. Der Anschluss läuft nach dem Plug-and-Play-Prinzip per Netzkabel. Eine Garantie nennen die beiden Produktseiten nicht. Ob eine Elektrofachkraft nötig ist, steht dort ebenfalls nicht.

Für den Notstrom nennt XORO eine integrierte Backup-Steckdose mit 2.400 W (3.200 W Spitze für 0,2 Sekunden) und eine Umschaltzeit von maximal 10 ms. Das sind die stärksten Angaben dieser Liste. Zugleich beschreibt XORO die Ausgangsleistung als auf 800 W oder 2.400 W konfigurierbar und ab Werk auf 800 W begrenzt. Ob sich das auf die Netzeinspeisung oder nur auf den Notstrom-Ausgang bezieht, geht aus den Produktseiten nicht hervor. Diese Konfigurierbarkeit ist genau die Art von Einstellung, die wir nicht empfehlen: Für ein Steckersolargerät gelten 800 VA. Aus diesem Grund führen wir den ATLAS mit Vorbehalt und nicht in unserer Empfehlung. Wer ihn kauft, lässt ihn bei 800 W und klärt die Einordnung vorab mit dem Hersteller. Der Amazon-Titel nennt den ATLAS-F mit 7,2 kWh.

Mit VorbehaltAnzeige
XORO SOLAR ATLAS-F

XORO SOLAR ATLAS-F

7,2 kWh

Stärkste Notstromangaben, aber wegen der umstellbaren Ausgangsleistung nur mit Vorbehalt.

Ideal für: Haushalte mit hohem Bedarf, die Rücksprache mit dem Hersteller halten

  • Backup-Steckdose mit 2.400 W und maximal 10 ms Umschaltzeit laut Hersteller
  • 7,2 kWh, bis 12 kWh erweiterbar
  • LiFePO4, IP65
  • AC-gekoppelt ohne Eingriff am Wechselrichter
  • Ausgang laut Hersteller auf 2.400 W konfigurierbar, ab Werk 800 W
  • Garantie auf den Produktseiten nicht genannt
  • 87,5 kg schwer
  • Nicht in unserer Empfehlung
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EcoFlow DELTA 3 Max: Powerstation als Alternative

Eine Powerstation ist ein tragbarer Akku mit Wechselrichter und Steckdosen. Sie speist nicht ins Hausnetz ein, sondern versorgt Geräte direkt. Das macht sie zu einer eigenständigen Notstromquelle neben dem Balkonkraftwerk. Die EcoFlow DELTA 3 Max hat laut EcoFlow 2.048 Wh mit LFP-Zellen, 2.400 W Dauerleistung (3.200 W mit X-Boost), einen Solareingang von höchstens 500 W, bis zu 2.300 W Ladeleistung am Netz, wiegt rund 20,3 kg (494 × 239 × 305 mm) und hat 3 Jahre Garantie plus 2 Jahre nach Registrierung in der App. Die Umschaltzeit unter 10 ms nennt EcoFlow als Merkmal der Serie, nicht in der Spezifikationstabelle der Max. Eine Erweiterung mit Zusatzakku ist bei der Max nicht vorgesehen.

Zum Zusammenspiel mit dem Balkonkraftwerk: EcoFlow schreibt, dass der STREAM-Mikrowechselrichter die Netzeinspeisung von in einer Powerstation gespeicherter Energie nicht unterstützt. Eine Powerstation ist also keine Ergänzung, die dein Set zu einem Speichersystem macht, sondern ein getrennter Notakku. Du lädst sie über das Netz oder über bis zu 500 W Solareingang und nutzt sie bei Bedarf. Die Verbraucherzentrale ergänzt, dass einige Speicher-Modelle sich von den Steckersolargeräten trennen und als mobile Batterie nutzen lassen, zum Beispiel fürs Camping. Die Powerstation ist die einfachste Lösung, wenn du einmal im Jahr Notstrom brauchst und keine Speicherregeln auslösen willst. Für den Alltagsbetrieb als Speicher eignet sie sich nicht.

PowerstationAnzeige
EcoFlow DELTA 3 Max

EcoFlow DELTA 3 Max

2,048 kWh

Sinnvolle Alternative für gelegentlichen Notstrom, aber kein Ersatz für einen Balkonkraftwerk-Speicher.

Ideal für: Wer nur einen mobilen Notakku neben dem Balkonkraftwerk will

  • 2.400 W Dauerleistung, 3.200 W mit X-Boost laut EcoFlow
  • LFP-Zellen, rund 20 kg
  • Tragbar, auch fürs Camping
  • Keine Einspeisung ins Hausnetz
  • Kein Speicher für das Balkonkraftwerk
  • Solareingang nur bis 500 W
  • Nicht erweiterbar
  • Umschaltzeit nur als Serienangabe
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Rechtliches und Anmeldung: Was bei Speichern gilt

Für Speicher gelten andere Regeln als für Steckersolargeräte ohne Batterie. Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 gilt laut ADAC nicht für den Betrieb mit Batteriespeicher; eigene Regeln stehen aus. Die Verbraucherzentrale schreibt, im EEG seien keine Ausnahmeregeln für Batteriespeicher von Steckersolargeräten genannt. Damit gelten für sie dieselben Regeln wie für andere Batteriespeicher, darunter die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Im Überblick der Verbraucherzentrale heißt es außerdem: Speicher müssen von einem zugelassenen Elektriker beim Netzbetreiber angemeldet werden, und der Elektriker muss den Speicher auch anschließen. Bei der Anmeldung im Marktstammdatenregister gehört die Kapazität des Speichers zu den Angaben.

Was bedeutet das für die Notstromsteckdose? Sie gehört zum Speicher und wird mit ihm angeschlossen. Wie du Speicher, Wechselrichter und Zähler anmeldest, besprichst du vorab mit deiner Elektrofachkraft und deinem Netzbetreiber. Weder wir noch ein Händler können das für deinen Anschluss verbindlich beantworten. Das Gleiche gilt für die Frage, ob der Speicher bei Stromausfall zusätzlich über die Module nachlädt. Die Grundregeln zum Anmelden fasst die Seite Balkonkraftwerk anmelden zusammen; zur Frage, ob ein Speicher sich überhaupt lohnt, siehe Balkonkraftwerk mit oder ohne Speicher.

Keine Rechtsberatung

Maßgeblich sind Gesetz und die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) deines Netzbetreibers.

Unser Fazit zu Speichern mit Notstrom

Eine Notstromsteckdose macht ein Balkonkraftwerk-System bei Stromausfall nutzbar, aber nur für einzelne Geräte. Ersatzstrom fürs Haus bleibt Fachbetrieben vorbehalten. Unter den Produkten dieser Seite hat der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro die klarsten Herstellerangaben; der EcoFlow STREAM Ultra X bietet mehr Kapazität, der Solakon ONE bringt Heizung mit unklar beschriebener Umschaltung. Der XORO ATLAS hat die stärksten Notstromdaten, ist aber laut Hersteller umstellbar und damit nur mit Vorbehalt. Wer nur gelegentlich Notstrom braucht, fährt mit einer Powerstation einfacher. Die Gesamtübersicht der Speicher steht im Speicherbereich.

Fazit

Normale Balkonkraftwerke liefern bei Stromausfall keinen Strom. Speicher mit Notstrom versorgen über eine eigene Steckdose einzelne Geräte, nicht das Haus. Unsere Empfehlung ist der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro (Off-Grid 1.200 W laut Hersteller). Prüfe Umschaltzeit, nutzbare Kapazität und die Ausgangsleistung: Eine Einstellung über 800 W ist für Steckersolargeräte nicht zulässig. Speicher haben eigene Anmelde- und Anschlussregeln.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Notstrom und Ersatzstrom?

Notstrom heißt: Eine eigene Steckdose am Speicher versorgt bei Stromausfall einzelne Geräte. Ersatzstrom heißt: Das Hausnetz wird vom öffentlichen Netz getrennt und aus der Batterie versorgt. Letzteres verändert die Installation und ist nur etwas für eine Elektrofachkraft. Ein Balkonkraftwerk-Speicher mit Notstromsteckdose liefert das Erste, nicht das Zweite.

Funktioniert ein Balkonkraftwerk bei Stromausfall?

Nein. Der Wechselrichter braucht laut Verbraucherzentrale die Verbindung zum Stromnetz und schaltet bei Netzausfall ab, auch bei Sonne. Notstrom bekommst du nur mit einem Speicher, der eine Notstromsteckdose hat, oder mit einer Powerstation neben dem Balkonkraftwerk. Das Hausnetz bleibt dabei stromlos.

Kann ich mein Balkonkraftwerk notstromfähig machen?

Nicht durch Umbau am vorhandenen Wechselrichter. Möglich sind ein Speicher mit Notstromsteckdose, eine getrennte Powerstation oder ein Ersatzstrom-Aufbau, den eine Elektrofachkraft plant. Greife nicht selbst in die Hausinstallation ein. Speicher haben außerdem eigene Anmelde- und Anschlussregeln, die du vorab mit dem Netzbetreiber klärst.

Welcher Balkonkraftwerk-Speicher hat eine Notstromsteckdose?

Laut Herstellerseiten der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro (Off-Grid 1.200 W), der Solakon ONE (EPS bis 1.200 W), der EcoFlow STREAM Ultra X (AC-Steckdosen, 1.200 W) und der XORO ATLAS (Backup 2.400 W). Der EcoFlow STREAM Max hat laut EcoFlow keine Notstromfunktion. Prüfe vor dem Kauf immer die Herstellerseite zu deinem Modell.

Wie lange hält der Notstrom eines Speichers?

Das hängt von Kapazität und Last ab. Rechnerisch liefert ein Speicher mit 2,7 kWh bei einer Last von 100 W rund 27 Stunden, bei 1.000 W rund 2,7 Stunden, ohne Verluste. Real ist es weniger, weil Wandlerverluste und Entladetiefe Energie kosten. Prüfe die Leistung deiner Geräte vorab.

Brauche ich für einen Speicher mit Notstrom eine Elektrofachkraft?

Nach Angabe der Verbraucherzentrale müssen Speicher beim Netzbetreiber angemeldet werden, und ein zugelassener Elektriker soll sie anschließen. Die Notstromsteckdose gehört zum Speicher. Einen Ersatzstrom-Aufbau fürs Haus darf in jedem Fall nur eine Elektrofachkraft installieren. Kläre die Details vorab mit dem Netzbetreiber.

Redaktion Balkonkraftwerk-Hero

Wir vergleichen Balkonkraftwerke, Speicher und Zubehör anhand von Herstellerdatenblättern, offiziellen Quellen (Bundesnetzagentur, VDE, Gesetzestexte) und einer festen Bewertungsmatrix. Eigene Labortests führen wir nicht durch – wo wir einordnen statt messen, steht das dabei.

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