Speicher

Balkonkraftwerk mit oder ohne Speicher?

Solakon 900W ohne Akku gegen Sunniva 1000W mit Marstek-Speicher: Wann ohne Speicher sinnvoll ist, wann sich der Akku anbietet und was bei der Anmeldung gilt.

Redaktion Balkonkraftwerk-HeroAktualisiert am 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Redaktion Balkonkraftwerk-HeroAktualisiert am 15. Oktober 2026So vergleichen wirUnabhängig · keine gekauften Platzierungen

Ohne Speicher ist ein Balkonkraftwerk sinnvoll, wenn du tagsüber viel Strom verbrauchst und unkompliziert starten willst: dann passt das Solakon-Set. Mit Speicher lohnt es sich bei Mittagsüberschuss und hohem Abendverbrauch: dann passt das Sunniva-Set mit Marstek B2500-D. Beim Akku gelten strengere Anmelderegeln.

Inhalt
  1. Die Empfehlung nach Nutzertyp
  2. Die Gegenüberstellung in der Tabelle
  3. Unterschied 1: Wie viel Solarstrom du selbst nutzt
  4. Unterschied 2: Anmeldung und Installation
  5. Unterschied 3: Technik, Ausgangsleistung und App
  6. Unterschied 4: Platz, Gewicht und Aufstellort
  7. Unterschied 5: Kosten, Amortisation und Lebensdauer
  8. Der Entscheidungsbaum: Wenn …, dann …
  9. Die beiden Sets im Überblick
  10. Häufige Fragen

Die Empfehlung nach Nutzertyp

Die Frage „mit oder ohne Speicher“ hat keine allgemeine Antwort. Sie hängt davon ab, wann du Strom verbrauchst, wie viel Fläche du für Module hast und wie viel Aufwand du bei Anmeldung und Installation akzeptierst. Diese Zuordnung hilft für den ersten Überblick:

  • Mieter und Einsteiger: Starte ohne Speicher. Das Solakon-Set bleibt mit 900 Wp unter der Schuko-Grenze von 960 Wp, und für das Gerät selbst genügt die Anmeldung im Marktstammdatenregister.
  • Haushalte mit viel Tagesverbrauch: Bleib ohne Speicher. Wer im Homeoffice arbeitet oder tagsüber kocht und wäscht, verbraucht den Solarstrom ohnehin direkt.
  • Haushalte mit Abend- und Nachtverbrauch: Ein Speicher ist hier die richtige Richtung, vor allem bei Süd- oder Westausrichtung, zwei Modulen und wenig Verbrauch am Mittag. Das Sunniva-Set mit Marstek B2500-D ist unser Beispiel dafür.
  • Wer Notstrom sucht: Der Marstek B2500-D nennt auf der Herstellerseite keine Notstromfunktion. Wenn dir das wichtig ist, schau bei den Speichern mit eigener Notstrom-Steckdose in der Übersicht der Balkonkraftwerk-Speicher.
  • Unentschlossene: Starte ohne Speicher und rüste später nach. Wie das geht, erklärt der Beitrag Speicher nachrüsten.

Die Gegenüberstellung in der Tabelle

Die Tabelle stellt beide Sets nebeneinander. Alle technischen Werte stammen von den Herstellerseiten von Solakon und Marstek oder aus dem Angebotstitel; wo beides nichts nennt, steht „k. A.“. Wir haben keines der Geräte selbst in Betrieb genommen.

MerkmalSolakon 900W (ohne Speicher)Sunniva 1000W mit Marstek B2500-D (mit Speicher)
Aufbau2 Module plus Mikrowechselrichter2 Module, DC-Speicher und Mikrowechselrichter
Modulleistung900 Wp (2 × 450 Wp, bifazial)1.000 Wp (2 × 500 Wp laut Titel, bifazial)
WechselrichterMarstek MST-MI0800W, 800 W, WLAN integriert800 W von Deye laut Titel, Modell k. A.
SpeicherkeinerMarstek B2500-D, 2,24 kWh, erweiterbar bis 8,96 kWh
Zellchemie und ZyklenentfälltLiFePO4, über 6.000 Zyklen bis 80 % Restkapazität
Garantie auf den Speicherentfällt10 Jahre laut Marstek
Schuko-AmpelSchuko möglichWieland-Steckdose nötig
Ausgangsleistungmax. 800 W AC am WechselrichterSpeicher fest 2 × 400 W DC, Wechselrichter 800 W laut Titel
Notstromentfälltlaut Herstellerseite nicht angegeben
AnmeldungMarktstammdatenregister, vereinfachtes Formularzusätzlich Speicher; Elektriker und Netzbetreiber laut Verbraucherzentrale
GewichtModule je 24,2 kg, Wechselrichter 3,85 kgSpeicher 20 kg, Module und Wechselrichter k. A.
PreisklasseEinsteigermittleres Segment
AngebotZum Angebot*Zum Angebot*

Die Preisklassen sind unsere Einordnung nach den Angeboten zum Zeitpunkt der Recherche, kein Preisversprechen. Beide Sets haben zwei Module, aber unterschiedliche Leistung: Das Speicher-Set bringt 100 Wp mehr mit. Dieser Unterschied kommt nicht vom Akku und fließt in die Rechnung unten ein.

Unterschied 1: Wie viel Solarstrom du selbst nutzt

Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher speist den Strom ein, den du gerade verbrauchst. Alles darüber fließt unvergütet ins Netz. Bei der Frage „ohne Speicher sinnvoll?“ geht es deshalb um den Eigenverbrauch, also den Anteil des erzeugten Stroms, den du selbst nutzt. Cleanthinking nennt aus HTW-Simulationsdaten meist 50 bis 70 Prozent ohne Speicher und 80 bis über 90 Prozent mit passend dimensioniertem Speicher. Den Begriff erklärt das Glossar unter Eigenverbrauch.

Ein Rechenbeispiel macht die Spanne greifbar. Laut PVGIS-Abfrage der EU-Kommission liefert 1 kWp in Berlin bei 30 Grad Neigung nach Süden rund 1.049 kWh im Jahr, bei senkrechter Montage am Balkon rund 766 kWh. Das Solakon-Set mit 900 Wp erzeugt danach etwa 944 kWh bei 30 Grad. Mit 50 bis 70 Prozent Eigenverbrauch wären das rund 470 bis 660 kWh, die du selbst nutzt. Das Sunniva-Set mit 1.000 Wp erzeugt rund 1.049 kWh. Mit Speicher und 80 bis 90 Prozent Eigenverbrauch kommen rund 840 bis 940 kWh bei dir an. Auf dieselben Module gerechnet, bringt der Akku in diesem Beispiel grob 100 bis 420 kWh Mehrnutzen im Jahr.

Das ist eine Modellrechnung mit offenen Annahmen, keine Messung und keine Zusage. Sie zeigt die Richtung: Der Speicher erschließt vor allem den Mittagsüberschuss. Je kleiner dieser Überschuss ist, desto weniger bringt der Akku. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen schreibt entsprechend, dass sich Speicher bei Anlagen mit zwei Modulen weniger lohnen als bei größeren Anlagen mit mehr Überschuss. Die ausführliche Rechnung mit Szenarien für Single und Familie steht im Beitrag Lohnt sich ein Speicher?.

Unterschied 2: Anmeldung und Installation

Hier liegt der größte Unterschied im Alltag. Ein Steckersolargerät ohne Speicher meldest du im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur an, eine separate Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 erlaubt mit Schuko-Stecker insgesamt 960 Wp Modulleistung. Das Solakon-Set mit 900 Wp liegt darunter.

Mit Speicher ist die Lage schwieriger. Laut ADAC gilt die Norm nicht für den Betrieb in Kombination mit Stromspeichern; dafür sollen gesonderte Vorschriften entstehen. Die Verbraucherzentrale schreibt in ihrem Überblick zu Gesetzen und Normen, die Produktnorm gelte nur für Geräte ohne Speicher. Eine vereinfachte Anmeldung sei für Speicher noch nicht möglich: Ein zugelassener Elektriker müsse den Speicher beim Netzbetreiber anmelden und anschließen. Die Seite trägt einen Stand vom März; Regeln können sich ändern, prüfe deshalb den aktuellen Stand bei deinem Netzbetreiber.

Dazu kommt ein juristischer Hinweis. Das Landgericht Bochum und das Landgericht Osnabrück haben laut pv magazine im Mai per einstweiliger Verfügung untersagt, bestimmte Steckersolar-Speicher pauschal als „Plug & Play“ oder „ohne Elektriker“ zu bewerben, wenn sie die VDE-Anforderungen nicht erfüllen. Die Beschlüsse sind nicht rechtskräftig. Für dich heißt das: Verlass dich bei einem Set mit Speicher nicht auf Werbeaussagen, sondern kläre Anschluss und Anmeldung vorab. Das Sunniva-Set hat 1.000 Wp und liegt damit über der Schuko-Grenze für Geräte ohne Speicher. Details zum Stecker findest du unter Schuko oder Wieland, die Schritte der Anmeldung unter Balkonkraftwerk anmelden.

Anschluss nur durch Fachleute

Eingriffe in die Hausinstallation, etwa das Setzen einer Einspeisesteckdose oder der Anschluss eines Speichers, gehören ausschließlich in die Hand einer Elektrofachkraft. Maßgeblich sind Gesetz und die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) deines Netzbetreibers.

Unterschied 3: Technik, Ausgangsleistung und App

Das Solakon-Set ist die einfachere Technik: Zwei Module hängen an einem Mikrowechselrichter mit zwei MPPT-Eingängen, also zwei getrennten Reglern für die Modulstränge. Das WLAN ist laut Solakon im Wechselrichter integriert, die Solakon App gehört zum Lieferumfang. Der Wechselrichter gibt maximal 800 W Wechselstrom ab. Eine VA-Angabe nennt die Herstellerseite nicht.

Das Sunniva-Set kombiniert drei Bausteine. Der Marstek B2500-D ist ein DC-Speicher: Er sitzt zwischen Modulen und Wechselrichter, nimmt laut Hersteller über zwei MPPT-Kanäle bis zu 2 × 800 W auf (12 bis 59 V) und gibt höchstens 2 × 400 W Gleichstrom über MC4-Stecker ab. Den Strom ins Hausnetz bringt der separate 800-W-Wechselrichter von Deye, dessen Modell der Titel nicht nennt. Die Technik hinter dem Prinzip erklärt der Beitrag AC- oder DC-Speicher. Gesteuert wird der Speicher über die Marstek App per Bluetooth und WLAN. Für den Automatikmodus beschreibt Marstek einen eigenen Smart Meter; ob er Pflicht ist, sagt die Seite nicht eindeutig. Einen MQTT-Zugang bietet Marstek laut FAQ Privatkunden nicht an.

Wichtig ist die Ausgangsleistung. Softwareseitig hochstellbare Geräte empfehlen wir nicht, und die Bundesnetzagentur stellt klar: Lässt sich die Leistung per Schalter oder Software wählen, zählt die höchste wählbare Leistung. Bei beiden Sets nennen die Herstellerangaben keine App-Einstellung über 800 W. Beim B2500-D begrenzt die Hardware den Ausgang auf 2 × 400 W Gleichstrom. Das ist ein Vorteil gegenüber Speichern, deren App den Ausgang anpasst, etwa dem Solakon ONE, bei dem laut Hersteller die Standardausgangsleistung von 800 W in der App änderbar ist und der Höchstwert nicht genannt wird. Bleib bei jedem Gerät bei höchstens 800 W Einspeisung.

Unterschied 4: Platz, Gewicht und Aufstellort

Ein Speicher ist ein zusätzliches Gerät mit eigenem Platzbedarf. Der Marstek B2500-D wiegt laut Hersteller 20 kg (±0,5 kg), misst 309 × 175 × 350 mm und ist nach IP65 gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Der Betriebsbereich liegt laut Marstek zwischen −10 und +50 °C. Plane den Aufstellort deshalb so, dass das Gerät in der kalten Jahreszeit nicht dauerhaft unter −10 °C fällt, und halte dich an die Montagehinweise des Herstellers.

Beim Solakon-Set wiegen die Module je 24,2 kg bei 176,2 × 113,4 × 3,0 cm, der Wechselrichter 3,85 kg. Zusammen sind das rund 52 kg ohne Kabel und Halterung, gerechnet aus den Herstellerangaben. Eine Halterung führt Solakon in der Variante ohne Halterung nicht im Lieferumfang. Bei dem Speicher-Set nennt der Angebotstitel keine Halterung. Egal für welches Set du dich entscheidest: Plane Montage, Wind- und Schneelast, Absturzsicherung und die Freigabe der Halterung durch den Hersteller selbst ein. Überblick und Auswahl bietet der Beitrag Balkonkraftwerk-Halterung. Solakon gibt für seine Module eine Schneelast bis 5400 Pa und eine Windlast bis 2400 Pa an.

Unterschied 5: Kosten, Amortisation und Lebensdauer

Preise nennen wir hier nicht, sie ändern sich laufend. Die Rechenlogik bleibt gleich: Der Aufpreis für den Speicher geteilt durch den jährlichen Mehrnutzen ergibt die Amortisation in Jahren. Den Mehrnutzen setzt du mit deinem Arbeitspreis aus der Stromrechnung an. Cleanthinking rechnet für ein 800-Watt-System vor, dass sich das Gesamtsystem ohne Speicher nach rund 3,7 Jahren und mit Speicher nach rund 6,8 Jahren amortisiert; der Speicheranteil allein rechne sich erst nach gut 14 Jahren. Das ist eine Beispielrechnung des Autors mit 700 kWh Jahresertrag, sie ersetzt deine eigene Rechnung nicht. Mit dem Balkonkraftwerk-Rechner setzt du deine Werte ein.

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Zum Rechner

Beim Speicher kommt die Lebensdauer ins Spiel. Marstek gibt über 6.000 Zyklen bis 80 Prozent Restkapazität und 10 Jahre Garantie an. Wie schnell ein Akku in der Praxis altert, hängt von der Nutzung ab; Herstellerangaben zur nutzbaren Kapazität und zum Wirkungsgrad fehlen auf der Produktseite (k. A.). Rechne deshalb mit weniger nutzbarer Energie als den 2,24 kWh Nennkapazität. Zum Vergleich: Die Umsatzsteuer beträgt auf Solarmodule, wesentliche Komponenten und Speicher laut Umsatzsteuergesetz 0 Prozent, wenn die Anlage auf oder in der Nähe von Wohngebäuden installiert wird. Der Steuersatz entscheidet die Frage mit oder ohne Speicher also nicht.

Der Entscheidungsbaum: Wenn …, dann …

  • Wenn du die Anlage mietest und möglichst wenig Aufwand willst, dann nimm ein Set ohne Speicher.
  • Wenn du tagsüber viel Strom verbrauchst (Homeoffice, Wärmepumpe, Klimagerät), dann spar dir den Speicher.
  • Wenn dein Verbrauch vor allem abends und nachts anfällt und deine Module am Mittag viel Überschuss liefern, dann prüfe ein Set mit Speicher.
  • Wenn du nur zwei Module und wenig Überschuss hast, dann starte ohne Speicher, denn die Verbraucherzentrale Niedersachsen sieht kleine Anlagen als weniger wirtschaftlich für Speicher.
  • Wenn dein Haushalt etwa 2.000 kWh im Jahr verbraucht, dann passt als Faustformel der Verbraucherzentrale Niedersachsen (rund 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch) ein Speicher von etwa 2 kWh.
  • Wenn du Notstrom für Router oder Kühlschrank willst, dann wähle einen Speicher mit ausdrücklicher Notstrom-Steckdose; der Marstek B2500-D nennt keine.
  • Wenn du den Speicher nicht gleich anschließen und anmelden lassen möchtest, dann beginne ohne ihn und kläre das Nachrüsten mit Netzbetreiber und Elektrofachkraft.
  • Wenn du mehr als 960 Wp Modulleistung planst, dann brauchst du eine Einspeisesteckdose, die eine Elektrofachkraft installiert, mit oder ohne Speicher.

Die beiden Sets im Überblick

Solakon 900W/800W Set

Das Set besteht laut Solakon aus zwei bifazialen N-Typ-Modulen mit je 450 Wp und dem Marstek-Mikrowechselrichter MST-MI0800W. Bifazial bedeutet, dass auch die Rückseite reflektiertes Licht nutzt; der Hersteller nennt einen Bifazialitätsgrad von etwa 80 Prozent (±5 Prozent). Die Garantiedauer für Module und Wechselrichter nennt die Produktseite nicht, sie verlinkt nur die Garantiedokumente. Das Set eignet sich, wenn du unkompliziert einsteigen und später über einen Speicher nachdenken willst.

Zum Einstieg passt auch die Solakon-Variante mit 900 Wp*, sofern du die Halterung separat wählst. Mehr zur Marke steht unter Solakon.

Ohne SpeicherAnzeige
Solakon 900W/800W Set

Solakon 900W/800W Set

Schuko möglich900 Wp800 W WR

Einsteiger-Set ohne Speicher, dessen Eckdaten zur Schuko-Grenze passen.

Ideal für: Mieter und Tagesverbraucher, die ohne Akku starten

  • Unter der Schuko-Grenze von 960 Wp
  • Bifaziale Glas-Glas-Module
  • WLAN im Wechselrichter integriert
  • Halterung nicht im Lieferumfang gelistet
  • Garantiedauer auf der Produktseite nicht genannt
  • Mittagsüberschuss geht ins Netz
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Sunniva 1000W mit Marstek B2500-D

Das Set kombiniert laut Angebotstitel zwei bifaziale N-Typ-Glasmodule mit je 500 W, den Marstek B2500-D mit 2,24 kWh und einen 800-W-Wechselrichter von Deye. Sunniva tritt als Set-Anbieter auf: Speicherdaten, Garantie und App stammen von Marstek, die Modul- und Wechselrichterangaben aus dem Titel. Eine eigene Herstellerseite von Sunniva konnten wir nicht abrufen. Mehr zum Anbieter steht unter Sunniva, zum Speicher unter Marstek B2500.

Für das Set spricht der fest begrenzte DC-Ausgang des Speichers. Dagegen sprechen der Aufbau aus mehreren Geräten, der fehlende Notstrom und die Modulleistung von 1.000 Wp, die über der Schuko-Grenze für Geräte ohne Speicher liegt. Wer den Aufbau akzeptiert, bekommt mit diesem Set mit Marstek-Speicher* einen gut dokumentierten Akku der 2-kWh-Klasse.

Mit SpeicherAnzeige
Sunniva 1000W mit Marstek B2500-D

Sunniva 1000W mit Marstek B2500-D

Wieland-Steckdose nötig1.000 Wp800 W WR

Gut dokumentierter 2-kWh-Speicher im Set, mit klärungsbedürftiger Anmeldung.

Ideal für: Haushalte mit Abendverbrauch und Mittagsüberschuss

  • Speicher fest auf 2 × 400 W Gleichstrom begrenzt
  • 2,24 kWh, bis 8,96 kWh erweiterbar
  • 10 Jahre Garantie auf den Speicher laut Marstek
  • Notstrom nicht angegeben
  • Wechselrichter-Modell nicht genannt
  • Mehr als 960 Wp Modulleistung
  • Anmeldung mit Speicher aufwendiger
Verfügbarkeit prüfen*Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

Häufige Fragen

Ist ein Balkonkraftwerk ohne Speicher sinnvoll?

Ja, besonders wenn du tagsüber Strom verbrauchst, zur Miete wohnst oder günstig einsteigen willst. Ohne Speicher nutzt du den Strom direkt, und die Anmeldung im Marktstammdatenregister genügt. Typisch sind laut Cleanthinking 50 bis 70 Prozent Eigenverbrauch. Den Rest speist die Anlage ins Netz ein, ohne dass du ihn nutzt.

Lohnt sich ein Speicher beim Balkonkraftwerk?

Über die Ersparnis allein oft nur bei viel Mittagsüberschuss und hohem Abendverbrauch. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen sieht kleine Anlagen mit zwei Modulen weniger im Vorteil. Rechne mit deinem Aufpreis und deinem Strompreis nach, bevor du kaufst. Wer Notstrom oder Komfort will, bewertet den Akku anders als die reine Rechnung.

Kann ich einen Speicher später nachrüsten?

Ja, das ist üblich. Je nach Kopplung kommt ein DC-Speicher zwischen Module und Wechselrichter oder ein AC-Speicher ans Hausnetz. Welche Variante zu deinem Gerät passt, hängt vom Modell ab. Kläre vorher mit dem Hersteller, ob dein Wechselrichter kompatibel ist, und lass den Anschluss von einer Elektrofachkraft ausführen.

Muss ich einen Speicher anmelden?

Ja, in der Regel im Marktstammdatenregister, wo du bei einem Paket mit Balkonkraftwerk nach dem Speicher gefragt wirst. Zusätzlich schreibt die Verbraucherzentrale, dass ein Elektriker den Speicher beim Netzbetreiber anmelden und anschließen muss. Frag vor dem Kauf bei deinem Netzbetreiber nach, was bei dir gilt, denn die Regeln können sich ändern.

Wie groß sollte der Speicher sein?

Als Faustformel nennt die Verbraucherzentrale Niedersachsen etwa 1 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Cleanthinking hält für ein 800-Watt-System meist 1 bis 2,5 kWh für sinnvoll. Besser ist eine eigene Rechnung: Grundlast in Watt mal Stunden ohne Sonne ergibt den Bedarf, bei 150 W über 11 Stunden etwa 1,65 kWh.

Liefert ein Set mit Speicher Strom bei Stromausfall?

Nur wenn der Speicher eine eigene Notstrom-Steckdose hat. Ein normales Balkonkraftwerk schaltet bei Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab. Der Marstek B2500-D nennt auf der Herstellerseite keine Notstromfunktion (k. A.). Wenn du Notstrom willst, wähle gezielt ein Modell mit ausgewiesenem Notstromausgang und lass den Anschluss von einer Elektrofachkraft prüfen.

Fazit: Mit oder ohne Speicher?

Starte ohne Speicher, wenn du mietest, tagsüber Strom verbrauchst oder möglichst wenig Aufwand willst: Das Solakon-Set ist dafür unsere Empfehlung. Ein Set mit Speicher wie das Sunniva-Set mit Marstek B2500-D lohnt, wenn du abends viel verbrauchst, am Mittag Überschuss hast und die aufwendigere Anmeldung in Kauf nimmst. Klär Anschluss und Anmeldung vor dem Kauf. Weitere Modelle findest du in der Bestenliste der Balkonkraftwerk-Speicher und im Überblick der Balkonkraftwerke.

Redaktion Balkonkraftwerk-Hero

Wir vergleichen Balkonkraftwerke, Speicher und Zubehör anhand von Herstellerdatenblättern, offiziellen Quellen (Bundesnetzagentur, VDE, Gesetzestexte) und einer festen Bewertungsmatrix. Eigene Labortests führen wir nicht durch – wo wir einordnen statt messen, steht das dabei.

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