Speicher

Anker SOLIX Solarbank im Überblick

Balkonkraftwerk mit Anker Solarbank 3 Pro: Eckdaten laut Hersteller, App und Cloud, Smart Meter, Erweiterung und die Frage, für wen sich der Speicher eignet.

Redaktion Balkonkraftwerk-HeroAktualisiert am 15. Oktober 202614 Min. Lesezeit

Redaktion Balkonkraftwerk-HeroAktualisiert am 15. Oktober 2026So vergleichen wirUnabhängig · keine gekauften Platzierungen

Die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro ist ein Speicher mit integriertem Wechselrichter, vier MPPT-Eingängen und 2,688 kWh Kapazität laut Hersteller. Sie passt zu Haushalten mit abendlicher Grundlast und mehreren Modulen, die eine ausgebaute App nutzen wollen. Eine lokale Steuerung ohne Cloud nennt Anker auf den abgerufenen Produktseiten nicht.

Inhalt
  1. Datenblatt der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro
  2. Stärken und Schwächen der Solarbank 3 Pro
  3. Einrichtung, App, Cloud und Smart Meter
  4. Wie weit trägt der Akku? Ein Rechenbeispiel
  5. Recht und Anmeldung: 800 W, 960 Wp und Speicher
  6. Für wen ist die Solarbank 3 Pro geeignet, für wen nicht?
  7. Alternativen zur Solarbank 3 Pro
  8. Häufige Fragen

Datenblatt der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

Anker führt das Gerät auf seinen Seiten abwechselnd als Solarbank 3 Pro und als Solarbank 3 E2700 Pro. Gemeint ist derselbe Speicher: ein Akku mit integriertem, bidirektionalem Wechselrichter, der Gleichstrom aus Modulen und Akku in Wechselstrom umwandelt und umgekehrt. Dazu kommen vier MPPT-Eingänge. Ein MPPT (Maximum Power Point Tracker) regelt je einen Modulstrang auf seinen besten Arbeitspunkt. Wer nach „Balkonkraftwerk Anker SOLIX 3 Pro“ sucht, landet bei diesem Gerät oder bei dem Set, das Speicher, vier Module und Smart Meter bündelt.

Die Tabelle fasst die Herstellerangaben zusammen. Anker betreibt für das Gerät zwei Seiten mit teils unterschiedlichen Werten, deshalb steht in der letzten Spalte, woher die Angabe stammt. Wo beide Seiten nichts nennen, steht „k. A.“.

MerkmalAngabe laut HerstellerQuelle
Kapazität je Einheit2,688 kWh (105 Ah, 25,6 V)Anker, Tech Specs
Zellchemie und ZyklenLiFePO4, bis zu 6.000 Zyklen, danach etwa 70 % RestkapazitätAnker, Tech Specs
ErweiterungZusatzakku BP2700 mit 2,68 kWh, bis zu fünf Packs, insgesamt bis 16 kWh; Kombination mit BP1600 (1,6 kWh) möglichAnker, Tech Specs
PV-Eingang4 MPPT, bis 3.600 W, bis zu 8 Module, 16 bis 60 V DC, max. 32 A DC je EingangAnker, Produktseite
WechselrichterIntegriert, bidirektional, 1.200 W Lade- und EntladeleistungAnker, Tech Specs
Netzgekoppelter AC-Ausgang800 W auf der Produktseite; 1.200 W in den Tech Specs (siehe Hinweis unten)Beide Anker-Seiten
Ausgangsleistung in der App einstellbark. A.Anker, Produktseite
AC-Ladeleistungmax. 1.200 WBeide Anker-Seiten
Notstrom (Off-Grid-Steckdose)Bis 1.200 W bei Stromausfall, bei Netzbetrieb bis 2.000 W; Umschaltzeit k. A.Beide Anker-Seiten
Maße und Gewicht460 × 254 × 279 mm, 29,2 kgAnker, Produktseite
Schutzart und TemperaturIP65, Betrieb von −20 bis 55 °CAnker, Produktseite
Garantie10 Jahre; die Produktlebensdauer nennt Anker mit 15 JahrenBeide Anker-Seiten
Zertifikate (Downloads)NA-Schutz-Zertifikat (VDE), CE-LVD mit Bezug auf EN 62109, CE-EMV, RoHS; IEC 60730 für das BatteriemanagementBeide Anker-Seiten
FunkBluetooth, WLAN (2,4 GHz)Anker, Produktseite
Kompatible Smart MeterAnker Smart Meter, Shelly 3EM, Shelly Pro 3EM; andere Zähler lassen sich laut Anker derzeit nicht verbindenAnker, Produktseite
LieferumfangSolarbank, Smart Meter und Solarpanelhalterung laut Konfiguration; Module wählst du separat (8, 4, 2 oder ohne Panels)Anker, Produktseite

Einspeisung auf 800 W begrenzen

Die Tech-Specs-Seite von Anker nennt für den Netzanschluss 1.200 W, die Produktseite 800 W, und ob sich der Wert in der App einstellen lässt, beantwortet keine der Seiten. Für die Einspeisung ins Hausnetz gilt 800 W. Die Bundesnetzagentur stellt bei per Software wählbarer Leistung auf die höchste wählbare Leistung ab. Stelle den Ausgang deshalb nicht höher als 800 W und kläre offene Fragen vor dem Kauf beim Hersteller.

Gerät allein oder Set mit Modulen?

Das Gerät allein richtet sich an alle, die Module und Halterung selbst wählen. Das Set bündelt den Speicher mit vier Modulen zu je 500 W und dem Smart Meter. Das ergibt 2.000 Wp, also genau die gesetzliche Obergrenze für Steckersolargeräte. Eine Halterung nennt der Amazon-Titel des Sets nicht (k. A.).

AngebotInhalt laut AngebotstitelSchuko-AmpelAngebot
Solarbank 3 E2700 Pro, Plug&PlaySpeicher mit Wechselrichter, Module nicht enthaltenHängt von deinen Modulen abZum Angebot*
Solarbank 3 Pro mit 4 × 500 W und Smart MeterSpeicher, vier Module mit je 500 W, Smart MeterWieland-Steckdose nötigZum Angebot*

Die Ampel zeigt für das Set, dass 2.000 Wp über der Schuko-Grenze von 960 Wp liegen. Dazu mehr im Abschnitt zu Recht und Anmeldung weiter unten. Eine Übersicht aller Sets dieser Klasse findest du in der Bestenliste Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt und Speicher.

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

Die Solarbank 3 E2700 Pro ist das Gerät, auf das sich die Serie „Anker Balkonkraftwerk mit Speicher“ stützt. Laut Hersteller steckt alles in einem Gehäuse: Akku, Wechselrichter und vier Eingänge für Module. Du brauchst keinen zusätzlichen Mikrowechselrichter. Die Module schließt du direkt an die MPPT-Eingänge an. Für Standorte mit zwei Ausrichtungen, etwa Balkon und Garagendach, ist das praktisch, weil jeder Eingang seinen eigenen Arbeitspunkt findet.

Wichtig für die Planung: Die Herstellerseite weist darauf hin, dass für den PV-Betrieb mindestens ein Akkupack BP2700 angeschlossen sein muss. Prüfe in der Artikelbeschreibung deines Angebots, welche Packs enthalten sind. Mit 29,2 kg ist das Gerät schwer, die Aufstellung ist ein Zweipersonen-Job. Ein Gerät dieser Größe gehört auf eine ebene, tragfähige Fläche und nicht an ein Geländer. Beachte die Aufstellhinweise im Handbuch.

Für mehrere ModulsträngeAnzeige
Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

2,688 kWh

Vielseitiger Speicher mit integriertem Wechselrichter, der Ausbau und Notstrom vorsieht.

Ideal für: Haushalte mit abendlicher Grundlast und Modulen in zwei Ausrichtungen

  • Vier MPPT-Eingänge bis 3.600 W
  • Erweiterbar bis 16 kWh
  • Notstrom-Steckdose bis 1.200 W
  • 10 Jahre Garantie laut Hersteller
  • Herstellerseiten nennen 800 W und 1.200 W Netzausgang
  • Cloud-Anbindung, lokale Steuerung nicht genannt
  • 29,2 kg Gewicht
  • Nur konforme Kabel von der Garantie gedeckt
Bei Amazon ansehen*Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

Stärken und Schwächen der Solarbank 3 Pro

Die folgende Einordnung beruht auf den Herstellerangaben aus der Tabelle. Wir haben das Gerät nicht selbst betrieben.

Das spricht für die Solarbank

  • Alles in einem Gerät: Der integrierte Wechselrichter spart ein Zusatzgerät und die Verkabelung dazwischen.
  • Viel PV-Eingang: Mit 3.600 W Eingangsleistung und acht möglichen Modulen bietet das Gerät Reserve. Für ein Steckersolargerät bleibt die Modulleistung auf 2.000 Wp begrenzt, die Reserve hilft bei Verschattung und flachem Sonnenstand.
  • Getrennte Modulstränge: Vier MPPT-Eingänge entkoppeln Module mit unterschiedlicher Ausrichtung oder Verschattung.
  • Ausbau: Bis zu fünf Packs ergeben laut Anker 16 kWh. Das Gerät wächst also mit dem Bedarf.
  • Notstrom: Eine eigene Steckdose liefert bei Netzausfall bis zu 1.200 W. Nur diese Steckdose, nicht die Wohnung, ist dann versorgt.
  • Dokumentierte Normen: Anker führt unter den Downloads ein NA-Schutz-Zertifikat (VDE) und CE-Prüfberichte auf.
  • Lange Zusagen: 10 Jahre Garantie laut Hersteller, dazu IP65 und ein Betriebsbereich bis −20 °C.

Das spricht dagegen

  • Widersprüchliche Leistungsangaben: 800 W oder 1.200 W am Netzanschluss, je nach Seite. Das Gerät muss auf 800 W Einspeisung bleiben.
  • Cloud statt lokal: Anker beschreibt Monitoring und Updates über die Cloud. Eine lokale Schnittstelle nennt keine der abgerufenen Seiten.
  • Nur eigene und zwei Shelly-Zähler: Andere Smart Meter lassen sich laut Anker derzeit nicht mit der App verbinden.
  • Kabelklausel: Schäden durch nicht konforme Kabel sind laut FAQ von der Garantie ausgeschlossen. Anker empfiehlt zertifizierte eigene PV-Kabel, die separat erhältlich sind.
  • Keine Mischung der Generationen: Mit der E1600-Reihe lässt sich das Gerät laut Anker derzeit nicht parallel betreiben.
  • Geräteabhängige Funktionen: Anker Intelligence läuft laut Seite auf Huawei-Smartphones derzeit nicht.
  • Gewicht: 29,2 kg verlangen einen festen Standort und Hilfe beim Aufstellen.

Einrichtung, App, Cloud und Smart Meter

Einrichtung

Anker bewirbt das System als Plug-and-Play, das du selbst aufbauen kannst. In den Fußnoten derselben Seite steht dagegen, dass für Inbetriebnahme und Netzanschluss ein zugelassener Elektriker mitwirken müsse. Diese Spannung löst die Rechtslage auf: Die Verbraucherzentrale schreibt, dass Speicher auch bei Steckersolargeräten derzeit von einem zugelassenen Elektriker beim Netzbetreiber angemeldet und angeschlossen werden müssen. Plane deshalb einen Termin mit einer Elektrofachkraft ein, bevor du bestellst. Die Module montierst du mit einer vom Hersteller freigegebenen Halterung. Beachte Wind- und Schneelast, sichere die Module gegen Absturz und lass dir die Eignung der Halterung für deinen Montageort bestätigen. Auswahlhilfe bietet der Überblick Balkonkraftwerk-Halterung.

App und Betriebsmodi

Die Anker App zeigt laut Hersteller den Energiefluss in Echtzeit, liefert Statistiken nach Tag, Monat und Jahr und schaltet Ausgänge aus der Ferne. Anker nennt fünf Verbrauchsmodi, benennt aber nur den Eigenverbrauchsmodus. Auf der Produktseite stehen außerdem „Time of Use“ und „Timeslot“ für netzbasiertes Laden ohne PV. Der Smart Mode von Anker Intelligence arbeitet mit Wetter- und Verbrauchsprognosen. Bei dynamischen Stromtarifen lädt das Gerät in günstigen Zeitfenstern und entlädt in teuren. Die Preisdaten kommen über Nord Pool, Tibber nennt Anker als derzeit nicht unterstützt. Die Einspeisung ins Netz lässt sich in den Einstellungen abschalten.

Cloud oder lokal?

Die erste Anker-Seite beschreibt Datenspeicherung über AWS und Azure, Echtzeitüberwachung und Updates über die Cloud sowie ein CSA-STAR-Siegel für die Cloud-Sicherheit. Zum Betrieb ohne Internet, zu einer lokalen API oder zu Home Assistant steht dort nichts. Wer sein Energiemanagement strikt lokal betreiben will, bekommt von diesen Seiten keine Zusage und fragt vor dem Kauf direkt beim Hersteller nach.

Smart Meter und Nulleinspeisung

Ein Smart Meter misst den Strombezug am Zähler und meldet ihn an den Speicher. Erst damit passt die Solarbank ihre Abgabe an den Verbrauch an. Das Ziel heißt Nulleinspeisung: Der Speicher gibt nur so viel ab, wie im Haus gerade gebraucht wird. Bei Anker funktioniert das mit dem eigenen Smart Meter oder mit Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM. Die Reaktionszeit des Anker-Zählers nennt der Hersteller mit unter 3 Sekunden, bei einer zweiten Variante mit unter 5 Sekunden. Der Einbau eines Messgeräts im Zählerschrank gehört in die Hand einer Elektrofachkraft. Mehr zur Messtechnik steht unter Strommessung mit Shelly und Smart Meter, den Hintergrund zur Regelung erklärt der Ratgeber Nulleinspeisung beim Balkonkraftwerk.

Erweiterung und Multisystem

Die Packs stapeln sich laut Anker ohne zusätzliche Kabel. Die ältere Solarbank E1600 unterstützt laut Anker keine Kapazitätserweiterung, ein BP2700 passt dort nicht, und ein Parallelbetrieb mit der E2700 Pro ist derzeit nicht vorgesehen. Für größere Anlagen nennt Anker ein Multisystem mit Power Dock: bis zu vier Einheiten parallel, bis 4,8 kW Wechselstrom und 64,5 kWh. Diese Leistung liegt weit über der 800-W-Grenze für Steckersolargeräte. Ein solcher Aufbau ist ein Fall für Elektrofachkraft und Netzbetreiber, nicht für die Steckdose.

Wie weit trägt der Akku? Ein Rechenbeispiel

Die wichtigste Frage zur Kapazität lautet: Wie lange trägt der Speicher deine Grundlast, also den Strom, den dein Haushalt rund um die Uhr zieht? Wir rechnen mit 80 Prozent der Nennkapazität als nutzbarer Energie. Das ist eine Annahme der Redaktion, weil Anker keine nutzbare Kapazität nennt (k. A.). Die Laufzeit ergibt sich aus Energie geteilt durch Leistung.

AusbauNennkapazitätNutzbar (Annahme 80 %)bei 100 Wbei 250 Wbei 400 WKonstante Last über 11 Stunden
Ein Gerät mit BP27002,688 kWh2,15 kWh21,5 h8,6 h5,4 hbis etwa 195 W
Gerät plus ein BP27005,376 kWh4,30 kWh43,0 h17,2 h10,8 hbis etwa 391 W

Eine Nacht von 20 bis 7 Uhr dauert 11 Stunden. Bei 150 W Grundlast brauchst du in dieser Zeit 1,65 kWh, bei 250 W sind es 2,75 kWh. Das Basisgerät schafft die Nacht also bis etwa 195 W Dauerlast. Wer abends zusätzlich kocht und fernsieht, kommt schneller an die Grenze.

Die zweite Frage lautet: Füllen deine Module den Akku überhaupt? Wir haben dafür das EU-Tool PVGIS abgefragt (Berlin, 35 Grad Neigung, Süd, 14 Prozent Systemverluste, 1 kWp). Das Ergebnis für 2.000 Wp, also vier Module: Im Juni liefern sie im Tagesmittel rund 8,8 kWh, im Dezember nur rund 1,8 kWh. Im Winter reicht die Tagesernte also kaum, um den Akku zu füllen, wenn tagsüber auch Strom verbraucht wird. Ein Speicher dieser Größe lohnt sich daher vor allem von Frühjahr bis Herbst. Ob er sich für dich rechnet, zeigt der Balkonkraftwerk-Rechner; die Grundsatzfrage behandelt der Beitrag Lohnt sich ein Speicher fürs Balkonkraftwerk?.

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Recht und Anmeldung: 800 W, 960 Wp und Speicher

Für Steckersolargeräte gelten zwei Grenzen: 800 W am Wechselrichter-Ausgang und 2.000 Wp Modulleistung. Mit Schuko-Stecker sind nach der Produktnorm DIN VDE V 0126-95 insgesamt 960 Wp Modulleistung zulässig, darüber nur mit Energiesteckvorrichtung, die eine Elektrofachkraft installiert. Das Set mit vier Modulen zu je 500 W liegt mit 2.000 Wp deutlich über der Schuko-Grenze.

Der ADAC weist zudem darauf hin, dass die Norm nicht für den Betrieb in Kombination mit Stromspeichern gilt. Dafür sollen gesonderte Vorschriften folgen. Die Verbraucherzentrale ergänzt, dass die vereinfachte Anmeldung für Geräte mit Speicher heute nicht greift. Der Speicher wird im Marktstammdatenregister mit seiner Kapazität erfasst und ist beim Netzbetreiber anzumelden. Einige Netzbetreiber verzichten bei Speichern für Steckersolargeräte darauf. Das klärst du vorab direkt bei deinem Netzbetreiber. Die Schritte erklärt der Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden.

Keine Rechtsberatung

Maßgeblich sind Gesetz und die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) deines Netzbetreibers. Eingriffe in die Hausinstallation, etwa das Setzen einer Einspeisesteckdose, gehören ausschließlich in die Hand einer Elektrofachkraft.

Für wen ist die Solarbank 3 Pro geeignet, für wen nicht?

Geeignet für

  • Haushalte mit hoher Grundlast am Abend und in der Nacht, die tagsüber Überschuss erzeugen.
  • Standorte mit Modulen in zwei Ausrichtungen oder mit Teilverschattung, weil vier Eingänge getrennt regeln.
  • Käufer, die später erweitern wollen und dafür ein Gerät mit Ausbau auf bis zu 16 kWh suchen.
  • Nutzer, die Zeitpläne, Prognosen und dynamische Tarife über eine App steuern möchten.
  • Haushalte, die eine Notstrom-Steckdose für einzelne Geräte schätzen.

Weniger geeignet für

  • Alle, die ihr Energiemanagement ohne Herstellercloud betreiben wollen, solange Anker keine lokale Schnittstelle benennt.
  • Mieter ohne festen Aufstellort, weil 29,2 kg und die Pflicht zur Anmeldung durch eine Elektrofachkraft den Aufwand erhöhen.
  • Haushalte mit sehr geringem Abendverbrauch, bei denen ein kleinerer Speicher reicht.
  • Wer beim Schuko-Stecker bleiben will und mehr als 960 Wp plant.

Eine allgemeine Einordnung der Speichertypen liefert der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher, eine Übersicht über alle Modelle der Hub Balkonkraftwerk mit Speicher. Zum Hersteller selbst gibt es die Seite Anker SOLIX. Wie sich Anker im direkten Abgleich schlägt, zeigen Anker gegen EcoFlow und Anker gegen Zendure.

Alternativen zur Solarbank 3 Pro

Zwei Geräte konkurrieren in derselben Klasse mit mehreren MPPT-Eingängen: der EcoFlow STREAM Ultra X und der Zendure SolarFlow 800 Pro 2. Alle drei Hersteller nennen auf ihren Seiten Leistungswerte über 800 W, bei Anker in den Tech Specs, bei EcoFlow als AC-Ausgang, bei Zendure als Spitzenleistung. Bei jedem dieser Geräte bleibt die Einspeisung ins Hausnetz bei 800 W. Weitere Modelle, vom Einsteigerspeicher bis zum Ausbau-System, ordnet die Übersicht Balkonkraftwerk-Speicher im Überblick ein.

EcoFlow STREAM Ultra X

Der Speicher bietet laut EcoFlow 3,84 kWh, vier MPPT-Eingänge mit zusammen 2.000 W und eine Erweiterung bis 23 kWh. Er wiegt 38,8 kg. Die Produktseite nennt für den AC-Ausgang sowohl 800 W netzgekoppelt als auch 1.200 W und löst den Widerspruch nicht auf. Im Gegensatz zu Anker beschreibt EcoFlow einen lokalen LAN-Betrieb ohne Cloud, die Vollfunktion setzt aber WLAN und App voraus. Mehr zum Gerät steht im Einzelbericht EcoFlow STREAM.

Größerer SpeicherAnzeige
EcoFlow STREAM Ultra X

EcoFlow STREAM Ultra X

3,84 kWh

Mehr Kapazität als die Anker, dafür mit unklarer Angabe zum AC-Ausgang.

Ideal für: Haushalte mit hohem Verbrauch nach Sonnenuntergang

  • 3,84 kWh, erweiterbar bis 23 kWh
  • Vier MPPT-Eingänge bis 2.000 W
  • Lokaler LAN-Betrieb ohne Cloud beschrieben
  • 10 Jahre Garantie laut Hersteller
  • AC-Ausgang auf der Seite uneinheitlich: 800 W und 1.200 W
  • Vollfunktion nur mit WLAN und App
  • 38,8 kg Gewicht
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Zendure SolarFlow 800 Pro 2

Der SolarFlow 800 Pro 2 ist ein Speicher mit integriertem Wechselrichter, der laut Zendure vier PV-Eingänge mit zusammen 2.640 W (4 × 660 W) bietet. Als Ausgangswert nennt die Produktseite eine Spitzenleistung von 1.400 W für 200 Millisekunden, die Nennleistung steht dort nicht. Zendure schreibt, das Gerät sei kleiner und leichter als der Vorgänger und die Batteriekapazität bleibe unverändert. Für den Vorgänger nennt die Seite 1.920 Wh integriert, für das Pro 2 selbst keinen Wert. Es gibt ein Angebot mit Smart Meter. Zellchemie, Garantie des Speichers und Notstrom nennt die Seite nicht (k. A.), ebenso kein Datenblatt. Der Vergleich fällt daher schwer, ein Blick in das Download-Center des Herstellers lohnt vor dem Kauf. Zum Hersteller gibt es die Seite Zendure SolarFlow.

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Zendure SolarFlow 800 Pro 2

Zendure SolarFlow 800 Pro 2

k. A.

Funktionsreich, aber die Datenlage der Herstellerseite ist dünn.

Ideal für: Käufer, die ein KI-Energiemanagement und ein Angebot mit Smart Meter suchen

  • Vier PV-Eingänge, 2.640 W laut Hersteller
  • Variante mit Smart Meter im Angebot
  • KI-Energiemanagement ZENKI HEMS
  • Kapazität und Garantie des Speichers nicht genannt
  • Spitzenleistung 1.400 W für 200 ms angegeben
  • Kein Datenblatt auf der Produktseite
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Häufige Fragen

Wie viel kWh hat die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro?

Laut Anker speichert eine Einheit 2,688 kWh. Mit bis zu fünf Zusatzakkus BP2700 mit je 2,68 kWh wächst das System auf 16 kWh. Nutzbar ist weniger, denn Laden und Entladen kosten Energie. Für die Planung rechnen wir mit rund 80 Prozent der Nennkapazität.

Braucht die Solarbank einen zusätzlichen Wechselrichter?

Nein. Anker beschreibt einen integrierten, bidirektionalen Wechselrichter mit 1.200 W Lade- und Entladeleistung. Auf der Produktseite ist der netzgekoppelte Ausgang mit 800 W angegeben. Die Module schließt du direkt an die vier MPPT-Eingänge an, ein Mikrowechselrichter ist laut Hersteller nicht erforderlich.

Läuft die Anker Solarbank auch ohne Cloud?

Die abgerufenen Herstellerseiten beschreiben Monitoring und Updates über die Cloud. Zu einer lokalen API, zu Home Assistant oder zum Betrieb ohne Internet steht dort nichts. Gesichert ist also nur der Weg über Anker App und Cloud. Frage vor dem Kauf beim Hersteller nach, wenn du lokal arbeiten willst.

Welcher Smart Meter passt zur Solarbank 3 Pro?

Anker nennt den eigenen Anker SOLIX Smart Meter sowie Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM. Andere Zähler lassen sich laut Hersteller derzeit nicht mit der App verbinden. Das Set mit vier Modulen enthält laut Angebotstitel einen Smart Meter, beim Einzelgerät prüfst du den Lieferumfang in der Beschreibung.

Darf die Solarbank mehr als 800 Watt einspeisen?

Nein. Die Einspeisung ins Hausnetz ist auf 800 W begrenzt. Anker nennt in den Tech Specs 1.200 W am Netzanschluss, auf der Produktseite 800 W. Bei per Software wählbarer Leistung zählt nach der Bundesnetzagentur die höchste wählbare Leistung. Belasse den Ausgang daher bei 800 W und kläre Unklarheiten mit dem Hersteller.

Muss eine Elektrofachkraft die Solarbank anschließen?

Die Verbraucherzentrale schreibt, dass Speicher auch für Steckersolargeräte derzeit von einem zugelassenen Elektriker beim Netzbetreiber angemeldet und angeschlossen werden müssen. Anker verweist in den Fußnoten ebenfalls auf einen Elektriker. Einige Netzbetreiber verzichten auf die Anmeldung. Kläre das vor dem Kauf mit deinem Netzbetreiber.

Fazit: Für wen die Solarbank 3 Pro passt

Die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro verbindet Speicher, Wechselrichter und vier MPPT-Eingänge in einem Gerät und lässt sich laut Hersteller auf 16 kWh ausbauen. Sie passt zu Haushalten mit abendlicher Grundlast, mehreren Modulsträngen und Lust auf App-Steuerung. Offen bleiben die lokale Steuerung, die uneinheitliche Angabe zum AC-Ausgang von 800 W oder 1.200 W und die Anmeldung des Speichers durch eine Elektrofachkraft. Belasse die Einspeisung bei 800 W und kläre vor dem Kauf Netzbetreiber, Aufstellort und Montage der Module.

Redaktion Balkonkraftwerk-Hero

Wir vergleichen Balkonkraftwerke, Speicher und Zubehör anhand von Herstellerdatenblättern, offiziellen Quellen (Bundesnetzagentur, VDE, Gesetzestexte) und einer festen Bewertungsmatrix. Eigene Labortests führen wir nicht durch – wo wir einordnen statt messen, steht das dabei.

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