Die Einspeiseleistung ist die Leistung, die der Wechselrichter an seinem Ausgang ins Hausnetz abgibt. Bei Steckersolargeräten ist sie auf 800 VA begrenzt, während die Module bis zu 2.000 Wp leisten dürfen. Sie ist also nicht die Leistung der Module und schwankt mit dem Sonnenstand.
Wo die Einspeiseleistung gemessen wird
Sie entsteht erst hinter dem Wechselrichter, auf der Wechselstromseite, und steht im Datenblatt als Nennausgangsleistung. Die Module liefern Gleichstrom mit ihrer Wp-Nennleistung, der Wechselrichter wandelt um und kappt bei Bedarf. Die Verbraucherzentrale beschreibt die Grenze als maximal 800 Watt am Wechselrichterausgang. Weil die Einspeiseleistung vom Moment abhängt, ändert sie sich ständig: nachts null, bei Wolken wenige Watt, mittags im Hochsommer nahe der Obergrenze.
Situation: Sommermittag in der Wohnung
Dein Wechselrichter gibt gerade 700 W ab. Im Haushalt laufen Kühlschrank, Router und einige Standby-Geräte mit zusammen 180 W. Diese 180 W deckt der Solarstrom direkt, die restlichen rund 520 W fließen in dein Hausnetz und, wenn sonst niemand sie braucht, weiter ins öffentliche Netz. Die Verbraucherzentrale Hamburg betont, dass die Anlage umso wirtschaftlicher arbeitet, je mehr Solarstrom du selbst verbrauchst. Läuft zur Mittagszeit zusätzlich eine Waschmaschine, sinkt der Überschuss spürbar.
Ein noch vorhandener, rückwärts laufender Zähler darf laut Verbraucherzentrale NRW bis zum Austausch weiterlaufen. Den Tausch veranlasst der Netzbetreiber, Kosten dürfen dir dafür nicht berechnet werden.
Worauf du achten solltest
- Angabe im Register: Im Marktstammdatenregister trägst du die Wechselrichterleistung ein, nicht die Modulleistung. Beide Werte müssen zum Datenblatt passen.
- Nur ein Gerät: Pro Haushalt ist laut Verbraucherzentrale nur ein Steckersolargerät vorgesehen. Die Grenze lässt sich nicht durch mehrere Geräte aufstocken.
- Mehrfachsteckdosen meiden: Sie sind laut Verbraucherzentrale nicht erlaubt.
- Speicher getrennt denken: Mit Batteriespeicher gelten gesonderte Regeln, die Produktnorm erfasst sie nicht.
- Zweifel am Stromkreis: Bei Unsicherheit über die vorhandene Installation fragst du eine Elektrofachkraft.
Die rechtliche Einordnung steht im Ratgeber Was ist beim Balkonkraftwerk erlaubt. Die Einheit erklärt der Eintrag Voltampere, den Deckel auf der Ausgangsseite die 800-Watt-Grenze.
Häufige Fragen
Ist Einspeiseleistung das Gleiche wie Modulleistung?
Nein. Die Modulleistung in Wp beschreibt, was die Module unter Idealbedingungen erzeugen können. Die Einspeiseleistung beschreibt, was der Wechselrichter tatsächlich ins Hausnetz abgibt, und diese ist bei Steckersolargeräten auf 800 VA begrenzt, egal wie groß die Module sind.
Wird überschüssiger Strom vergütet?
Für Steckersolargeräte gehört der Verzicht auf eine Einspeisevergütung zu den Merkmalen laut MaStR-Hilfe. Wirtschaftlich zählt deshalb vor allem der Anteil, den du selbst verbrauchst, während der Überschuss ohne Gegenleistung ins Netz geht. Eine Vergütung für den Überschuss solltest du nicht einplanen.
